Krah, Krächz, da bleibt einem Raben ja der Bissen im Halse stecken, wenn man dieses Hickhack um das städtische Theater sieht. Als ob die marode Bausubstanz erst dieses Jahr marode geworden wäre. Hättet Ihr mal auf die alten Raben im Gebäude gehört, die schon seit Jahren über die Ritzen und Fehler im Gebälk aufmerksam machten.
Krah, krah, aber die feinen Raben im Rathaus hatten es ja trocken und warm, was soll man da ausfliegen und bei ärmeren Verwandten vorbeischauen? Und solange es von aussen noch gut aussieht…. Krah, krah, und nun bröselt es überall in die Nester der Theaterraben und keiner hat ein Konzept. Fliegt aus, Ihr Raben aus dem Bau, und zwar recht schnell, seid klug seid schlau; sonst fällt das Haus noch über Euch ein, obwohl, interessiert das hier ein Schwein?Krah, krah
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Kraaah, kraaah, da kreise ich doch gestern abend über den Marktplatz und will mich niederlassen zu einem Mahle, da stehen im Regen Menschen und lauschen lauter Musik!
Das Kraah meiner Artgenossen auf dem Kirchdach war nicht mehr zu vernehmen. Und weshalb? Kraah, die Oberbürgermeisterwahlauszählung war im Gange und alles wartete auf das Ergebnis. Ein Tusch, ein Fanfarenzug und dann war das Ergebnis verkündigt: Ein Mann wird es nach 16 Jahren Frauenmacht im Rathaus. Zwar fanden es über die Hälfte der menschlichen Einwohner meiner Stadt nicht für nötig zu wählen; aber die anderen haben es nun mal so entschieden. Krah, krah, verstehe ich nicht, dass keiner mehr zur Wahl geht… in anderen Ländern sterben sie für dieses Recht…Krah, krah, dann schwinge ich mich mal wieder hinauf in den regenwolkenverhangenen Himmel und kreise über der Stadt, die immer was zu bieten hat, worüber es zu krächzen lohnt, für mich, der über der Stadt wohnt.
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