Corvus Corax heidelbergensis

Beiträge vom November 2006

Kraah, Kleinod gefunden

November 29, 2006 · Kommentar schreiben

Kraah, nachdem nun doch so langsam die Nebelschwaden heraufziehen und die Feuchtigkeit durch das Geäst meines Nestes zieht, habe ich mich auf die Suche nach einem wärmeren Ort begeben und ihn gefunden: Wie könnte es für Raben anders sein: es ist kuschelig klein dort, ruhig und es gibt viele Bücher zu lesen. Da kann ich mir die langen kalten Wintertage vertreiben.

Kraah, nur erwischen darf ich mich nicht lassen, ich glaube die verstehen hier keinen Spass. Na, vielleicht kann ich mir ja einen Menschen zum Freund machen. Ob „auf die Schulter setzen“ ein guter Anfang wäre?

Krahh, ich setze mich ersteinmal ganz hinten in die Ecke auf das höchste Regalbrett; kraah, bei dem Staub und Spinnweben bin ich hier auf jeden Fall erst einmal sicher.

Kategorien: Zerzaustes

Kraah, kraah, Glühwein on Ice

November 29, 2006 · Kommentar schreiben

Kraaah, endlich ist es wieder soweit: Bei meinem morgendlichen Rundflug über die Stadt zog mir der unverkennbare Duft von gebrannten Mandeln, heißen Maroni und Würstchen in die Nase. Heute eröffnet der Weihnachtsmarkt!

Offiziell erst um 17:00 Uhr, aber manche Stände haben jetzt schon geöffnet. Und dann geht das Chaos wieder von vorne los: der Bus wird verlegt, die Altstadt ist permanent überfüllt, überall begegnen einem Glühwein-duselige Jungraben und abends sehen die Strassen und Plätze aus wie nach einer Schlacht. Abfälle landen partout neben den Eimern, Iiii, schmeckt mir nicht: einfach auf den Boden fallen lassen, wozu ordentlich entsorgen.

Das gibt wieder fette Beute für uns Raben, da können wir uns abends laben, an den Resten von dem Tage, welch gute Zeit, ganz ohne Frage.

Kategorien: Zerzaustes

Krah, kraaah, Theaterbau adé??

November 13, 2006 · Kommentar schreiben

Krah, Krächz, da bleibt einem Raben ja der Bissen im Halse stecken, wenn man dieses Hickhack um das städtische Theater sieht. Als ob die marode Bausubstanz erst dieses Jahr marode geworden wäre. Hättet Ihr mal auf die alten Raben im Gebäude gehört, die schon seit Jahren über die Ritzen und Fehler im Gebälk aufmerksam machten.
Krah, krah, aber die feinen Raben im Rathaus hatten es ja trocken und warm, was soll man da ausfliegen und bei ärmeren Verwandten vorbeischauen? Und solange es von aussen noch gut aussieht…. Krah, krah, und nun bröselt es überall in die Nester der Theaterraben und keiner hat ein Konzept. Fliegt aus, Ihr Raben aus dem Bau, und zwar recht schnell, seid klug seid schlau; sonst fällt das Haus noch über Euch ein, obwohl, interessiert das hier ein Schwein?Krah, krah

Kategorien: K(rah)ulturelles · Politisches Gekrächze

Krah krah, du Menschenwelt

November 13, 2006 · 1 Kommentar

Kraaah, kraaah, da kreise ich doch gestern abend über den Marktplatz und will mich niederlassen zu einem Mahle, da stehen im Regen Menschen und lauschen lauter Musik!
Das Kraah meiner Artgenossen auf dem Kirchdach war nicht mehr zu vernehmen. Und weshalb? Kraah, die Oberbürgermeisterwahlauszählung war im Gange und alles wartete auf das Ergebnis. Ein Tusch, ein Fanfarenzug und dann war das Ergebnis verkündigt: Ein Mann wird es nach 16 Jahren Frauenmacht im Rathaus. Zwar fanden es über die Hälfte der menschlichen Einwohner meiner Stadt nicht für nötig zu wählen; aber die anderen haben es nun mal so entschieden. Krah, krah, verstehe ich nicht, dass keiner mehr zur Wahl geht… in anderen Ländern sterben sie für dieses Recht…Krah, krah, dann schwinge ich mich mal wieder hinauf in den regenwolkenverhangenen Himmel und kreise über der Stadt, die immer was zu bieten hat, worüber es zu krächzen lohnt, für mich, der über der Stadt wohnt.

Kategorien: Politisches Gekrächze