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ausserbibliothekarisches

Neues aus Endnot(e)istan – 2 unabhängige Bibliographien in 1 Word-Dokument an verschiedenen Stellen

Folgende Situation:
In einem Word-Dokument sollen die Referenzen nicht am Ende des Textes als komplette Bibliographie auftauchen, sondern für einen Teil des Textes soll eine separate (also komplett unabhängige) Bibliographie inmitten des Textes angelegt werden. Also nicht – wie in den Geisetwissenschaften üblich immer am unteren Rand jeder Seite, sondern nur einmal.

Die Zählung / alphabetische Sortierung der Referenzen soll in jeder Bibliographie für sich stehen, also nicht fortlaufend über den gesamten Text.

Normal:
Am Ende vom Text steht die Bibliographie

Gewünscht:
Zwischen den fortlaufenden Texten stehen jeweils unabhängige Bibliographien

Das erste, was man machen muss, ist eine Änderung im verwendeten Zitierstil vorzunehmen, damit Endnote diese Teilung vornimmt. In einem zweiten Schritt muss man dann den Text entsprechend formatieren, damit die einzelnen Bibliographienen an die richtige Stelle geführt werden.

  1. Zitierstil anpassen
    Hört sich komplizierter an als es ist:
    In meinem Text habe ich den Zitierstil „Vancouver eckig“ benutzt und muss diesen nun ändern.
Über „Tools“ komme ich zu den Outputstyle und wähle hier den zu ändernden Style aus.
In der Übersichtsseite des Styles in der linken Spalte den Punkt „Sections“ auswählen:
Normalerweise baut Endnote eine komplette Bibliographie am Ende des Textes auf.
Hier nun auf das Erstellen einer Bibliographie nach jeder Section einstellen. Jetzt wird in jeder Section eine eigenständige Bibliographie erstellt
Wenn man das Häkchen setzt, dann wird über die einzelnen Bibliographien hindurch gezählt bzw. alphabetisch sortiert.

Den Zitierstil dann mit einem neuen Namen abspeichern.

2. Sections im Word-Text anlegen
An der Stelle im Text, an der die Bibliographie jeweils aufgebaut werden soll, muss man einen Abschnittswechsel einfügen:

Abschnittswechsel einfügen: Layout ->Umbrüche
Abschnittsumbrüche (hier den auswählen, der passt.)

3. Den geänderten Zitierstil auf das Dokument anwenden und die Bibliographien updaten.

Den geänderten Zitierstil für das Dokument auswählen
Nach dem Befehl „Update“ Citations and Bibliography“ teilt sich eine schon am Ende des Textes bestehende Bibliographie auf; oder – wenn man erst jetzt mit dem Zitieren beginnt, bauen sich die Bibliographienen in den verschiedenen Abschnitten auf.

Endnote 20.3 Bug only for Mac-User

Wer seine Endnote-Version mit dem Update 20.3 versehen hat; kann folgendes Phänomen beobachten:

Das Importieren von Volltexten aus der Anwendung heraus mit dem Button „Find Fulltext“ funktioniert problemlos; lediglich das Einfügen von Volltexten via „Attach File“ zieht diesen Fehler nach sich.

Screencast vom „Attach File“-Fehler

Bis der Fehler behoben ist, kann ich das pdf über
File – Import – pdf auswählen im Finder – „Options“ – „Import Options“ PDF File or Folder

in die Bibliothek importieren und durch Endnote die Metadaten auslesen lassen. Dann habe ich die Reference auch in der Bibliothek mit dem pdf verknüpft.

Neues aus Endnot(e)istan – Verschiebebahnhof

Es kommt immer wieder die Frage in der Sprechstunde, ob man denn das Literaturverzeichnis nicht an anderer Stelle aufbauen könnte als nur am Ende des Wordtextes.
Natürlich geht das! Allerdings unterscheidet sich das Vorgehen bei Word für Windows von dem Procedere in Word auf einem Mac.

Voraussetzung ist, dass man seine Überschriften auch als solche formatiert hat.

Hier mit Word auf einem Windows-Rechner:

Dann auf den Tab „Ansicht wechseln“ und „Navigationsbereich“ anhaken. Es erscheint links eine Spalte „Navigation“ und bei dem Reiter „Überschriften“ werden die als Überschrift formatierten Einträge angezeigt. So auch die Überschrift „Literaturverzeichnis“, worunter sich die Endnote-Bibliographie verbirgt. Nun kann man in der Navigationsspalte ganz einfach die Überschriften in die gewünschte Reihenfolge verschieben und der Inhalt verschiebt sich automatisch mit. Also auch die Endnotebibliographie. Endnote schreibt die Bibliographie an neuer Stelle fort.

Bei Word für Mac
gibt es diese Navigationsspalte mit den Überschriften auch, aber leider lassen sie sich in der Spalte nicht verschieben. Hier muss man in der Navigationsspalte auf den Reiter „Listenansicht“ klicken. Im Wordtext erscheinen dann vor den Überschriften kleine Kreuze. Durch Anklicken derselben kann man dann im Wordtext die Überschriften mit den zugehörigen Bereichen verschieben.

Grüße aus Endnot(e)istan – Clinical trials gov

Normalerweise ist der Export aus den üblichen medizinischen Datenbanken ja einfach, da es meistens das Format Endnote oder Ris als Einstellung gibt.
Bei der Studiendatenbank „Clinical Trials.gov“ ist dies leider nicht der Fall. Um hier Studien in Endnote zu importieren, bedarf es einiger Vorarbeit und ein anderes Verfahren.

Als erstes markiere ich eine Studie zum Download:

Dann klicke ich auf den Download-Button und wähle folgende Einstellungen aus:

Da kein Endnote- oder Ris-Format zur Verfügung steht, wähle ich „Plain text“ aus. Dann kann ich die Datei herunterladen.

Um nun diese Datei Endnote-konform importieren zu können, benötige ich den Filter von CTgov, den ich auf der Homepage von Endnote herunterladen kann:

Falls ich keinen Zugriff auf den Filter-Folder von Endnote im Programme-Ordner habe (so wie bei unseren Uni-Rechnern z.B.), kann ich den Filter dennoch in Endnote importieren, indem ich ihn bei geöffnetem Endnote doppelklicke und sich dadurch das Fenster des Filters öffnet:

Dann dieses Fenster schließen und auch Endnote komplett schließen. Dadurch ist der Filter jetzt auch in Endnote implementiert.

ODER:

Ich speichere den Filter in einen eigenen Ordner bei mir auf der Festplatte und stelle in den Voreinstellungen von Endnote diesen als zusätzlichen Ordner ein:

In beiden Fällen kann ich dann beim Import einer Datei aus „Clinical Trials.gov“ den richtigen Importfilter auswählen:

und habe die Studie in Endnote importiert.

Aber Achtung! Bei den „Autoren“ muss noch nachgebessert werden; hier unbedingt auf korrekte Schreibweise der Institutionen achten.

Die Institution heißt Norfolk and Norwich University …….. ->muss geändert werden
und am Ende des jeweiligen InstitutionenNamens muss ein „, “ (Komma Leerzeichen) eingefügt werden, denn sonst werden sie so dargestellt:

Und eigentlich sollte es natürlich so heißen:

So, das war mal wieder eine kleine Meldung aus der Sprechstunde zu Endnote20.

Wie ein (Weihnachts-) Buch entsteht

In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hat der Mensch ja meistens etwas Zeit; die Bibliothek ist geschlossen, das Wetter eher mau und nach den Feiern mit der Familie zieht etwas Stille ein.

Das ist doch die Gelegenheit, sich ein eigenes Buch zu bauen! jaja, kein Schreibfehler, ich habe mir ein Buch gebaut, denn ein Buch schreiben ist dann doch etwas zu hoch für mich. Ich bin kein Schriftsteller, ich bin nur Bibliothekar. Und deshalb habe ich mir auch nicht die Originalausgabe gegönnt, sondern nur das „Faksimile“.

die Bauanleitung war eigentlich leicht zu verstehen, wenn mann sie denn vor dem Öffnen aller Beutelchen gelesen hätte. so saß ich erst einmal vor einem großen Haufen Steinchen und sortierte. aber warum soll ich auch meine Freizeit anders verbringen als einen großen Teil meiner Arbeitszeit?

Also zuerst mal die Protagonisten erstellt, das war ja schnell geschehen:

 

Doch dann wurde es komplizierter; Kleinteile über Kleinteile wurden zu nichtssagenden Bauteilen zusammengesteckt. Doch so langsam entwickelte sich etwas:

 

Wer genau hinschaut, entdeckt die kleine LEDLampe rechts am Bildrand. Es war nämlich in dem Hotelzimmer so duster, dass ich die Bauanleitung tatsächlich manchmal nur noch mit einer Taschenlampe entziffern konnte. Hoffentlich geht dieser Trend zu dusteren, schummrig beleuchteten Zimmern bald wieder vorbei; ich lobe mir eine mittig an der Zimmerdecke angebrachte hell leuchtende Lampe! Doch es ging voran, die ersten Details wurden eingebaut; sehr apart, der Klapptannenbaum!

 

 

 

 

 

Dann endlich war der Buchdeckel, Einband und das Cover fertig und ich konnte mit dem Inhalt des Buches weitermachen.

 

 

 

 

Hier wurde es irgendwie noch kleinteiliger und fummeliger, aber ich wollte einfach nicht aufgeben und so langsam ging es voran:

 

 

 

 

 

Und so langsam erschloß sich mir dann auch die Funktionsweise, die ich als technikaffiner Bücherwurm natürlich sehr begrüßte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sieht nun das fertig gebaute Weihnachtsbuch aus:

 

 

Ich geb mir die Kugel……

wenn ich mir meine Bibliothek so ansehe. Durch die „Augen“ der Ricoh Theta SC nämlich, die sich seit Kurzem den Platz mit dem anderen Nerdkram in meinem Schrank teilt.

Mit der Kamera kann man relativ einfach Kugelpanoramen erstellen und diese – mit der entsprechenden App – auch noch so nachbearbeiten, dass man zum Beispiel in das Bild Texte einfügen kann. Auch sensible Bereiche oder Personen können unke

Blick in die Bibliothek

nntlich gemacht werden.

Spherical Image – RICOH THETA  

https://theta360.com/widgets.js

So kann ich also „meine Bibliothek“ räumlich darstellen und die entsprechenden Punkte auch noch bezeichnen.
Bisher hatte ich die Panoramen noch mit der Kamera und 4 360°Grad-Umdrehungen zusammengepitched, jetzt muss ich mich nur rechtzeitig unsichtbar machen, bevor der Timer nach 5 Sekunden auslöst. Ok, ich kann den Timer auch auf 10 Sekunden hochsetzen.

So kann man mit relativ einfachen Mitteln seine Bibliothek/Räumlichkeiten im Netz präsentieren und wenn einmal die Zeit ist, dass der Mensch VR-Brillen als ganz normale Brillen trägt, dann kann er sozusagen von zuhause aus sich schon mal in die Bibliothek „beamen“, also fast… Denn die Kugelpanoramen lassen sich eben auch im „Cardbox-Modus“ anschauen.

Natürlich ist die Auflösung für den Profiphotograph nicht ausreichend, aber für die Präsentation im Netz finde ich ist es völlig ok.

Mein Zukunftsbild einer Bibliothek – reloaded

Anlässlich des ersten BibChats #bibchat auf Twitter, der heute abend stattfindet (und an dem ich wahrscheinlich nicht teilnahmen kann, weil ich gerade kurzfristig als Krankenpfleger verplant wurde), habe ich mich an meinen uralten Blogeintrag erinnert und ihn mal etwas überarbeitet; passend zum Punkt 5 um 20:40 Uhr: Deine Traumbibliothek – wie könnte die aussehen?
Der Text von 2010 ist kursiv dargestellt; aktuelle Ergänzungen, Änderungen oder Neuerungen sind in Normalschrift fett gesetzt.

Letztens wurde ich nach meinem Zukunftsbild einer Bibliothek….

gefragt. Also wie ich mir das Bibliotheksleben so in Zukunft vorstellen würde.
Nun ja, eigentlich habe ich da ja schon ganz konkrete Vorstellungen, aber in welchem Zeitraum das verwirklicht werden kann und ob es überhaupt jemals verwirklicht wird???

Die Zukunft als Bibliotheksbenutzer

Ich komme in das Gebäude der Bibliothek; ja bei mir gibt es durchaus noch ein Gebäude; nicht unbedingt nur ein Bibliotheksgebäude, nein das Gebäude steht für mich zentral auf dem Campus; die Mensa ist darin angesiedelt wie auch zentrale offene Bereiche, die natürlich alle ein stabiles WLAN anbieten. In diesen offenen Bereichen können die Nutzer sich treffen, lernen, reden, lesen, essen; eben alles, was man so auf einem zentralen Platz – ja mir schwebt da so etwas wie ein Marktplatz, aber eben nicht im Freien, vor.

Idealerweise ist dieser Platz rund und im Zentrum dieses „Rundhauses“ ist die Bibliothek angesiedelt.

Rund muss es nicht unbedingt sein, aber auf jeden Fall von mehreren Seiten gleich leicht zugänglich.

Sozusagen ein offenes Gebäude, von mehreren Richtungen zugänglich; vielleicht nichteinmal mit Wänden richtig abgetrennt, sondern offen und luftig.

Nun, da es doch immer noch das Bedürfnis nach total abgeschotteten Lernplätzen gibt, sollte es doch mindestens einen solchen Bereich geben; was wohl doch nur mit „richtigen Wänden“ realisierbar ist.

Passiert man den inneren Kreis, so registriert man sich mit seinem RFID-Benutzerausweis als anwesend.

Das impliziert also das runde Gebäude; aber man kann es auch mit verschiedenen Stockwerken oder Bereichen innerhalb eines nicht runden Gebäuden realisieren.

Möchte man das nicht, so gibt es spezielle Hüllen für den Ausweis, die das automatische Registrieren verhindern.

 

Es sollte niemand sich „verfolgt oder überwacht“ fühlen durch eine „automatische“ Anwesenheitsregistrierung.

Durch das „Anmelden als in der Bibliothek anwesend“ hat der Server der Bibliothek im Hintergrund schon mein Benutzerprofil geladen, das ich bei der Anmeldung als Nutzer der Bibliothek angelegt/ausgefüllt habe.

Auch diese Angaben sind rein freiwillig und können jederzeit über mein Benutzerkonto geändert oder gelöscht werden.

Es beinhaltet neben den Kontaktdaten meine Lesethemen; in welchen Fachgebieten möchte ich über Neuerscheinungen und Neuanschaffungen informiert werden; neu publizierte Online-Artikel werden automatisch in den für mich relevanten Datenbanken recherchiert;

und bereitgestellt – im Volltext, wenn die Lizenzen vorhanden oder die Artikel mit Open Access publiziert sind.

Veranstaltungen, Schulungen oder Kongresse zu meinem Themen werden in regelmässigen Abständen

den Turnus kann ich selbst bestimmen

gesucht und angeboten.

Setze ich mich als Nutzer entweder an einen Computer in der Bibliothek oder logge mich mit meinem eigenen Laptop oder mobilen Endgerät –

habe ich kein eigenes, so kann ich für die Zeit des Semesters eines in der Bibliothek ausleihen

ins WLAN, so habe ich die Möglichkeit, durch einen „Bibliotheksbutton“ mit einem Klick auf eine Seite zu kommen, wo mir in übersichtlicher Form die Neuerungen seit meinem letzten Besuch angezeigt werden.

Also eben die Volltexte, etc.

Standorte der Neuerscheinungen sind im n dem mobilen 3D-Modell der Bibliothek farblich markiert, so dass ihr Standort von mir durch die hauseigene Navigation schnell ausgemacht werden kann.

Hauseigene Navigation meint hier InhouseNavigation, die mir auf meinem Smartphone quasi den Überblick des Gebäudes zeigt und darin dann die farblich markierten Neuerscheinungen

Ein Abstract des Buches kann ich über den QR-Code, der auf dem Buchcover abgebildet ist, noch vor Ort auf meinem Mobilgerät durchlesen.
In der Bibliothek sind genügend Leseplätze zum Lernen, Gruppenräume oder Bereiche, wo man sich mit seinen Büchern und Laptop ausbreiten kann. Möchte ich etwas ausdrucken, so kann ich dies über dezentral aufgestellte Geräte, die ich auch über WLAN ansteuern kann, machen; die Gebühren werden automatisch auf mein Bibliothekskonto aufgebucht.

Die dezentral aufgestellten Drucker, die von den verschiedenen Geräten die druckaufträge erhalten, stehen schon in unserer Bibliothek, allein die Bezahlung erfolgt noch über die Uni-Id-Card bzw. Münzgeld. Da könnte man noch nachbessern

Auch das Scannen von Texten ist durch Farbscanner, die in der Bibliothek aufgestellt sind, möglich, der Scan kann wahlweise auf Datenträger oder via Bluetooth direkt auf mein Gerät aufgespielt werden.

Bluetooth fehlt noch, aber das Scannen und Verschicken der Scans an die eigene Mail bzw. das Abspeichern auf dem Uni-Server  bzw. das Einscannen auf dem Buchserver aus USB sind schon Realität.

Da die meiste Literatur online vorhanden ist herrschen in der Bibliothek die Arbeitsplätze vor, nur noch eine Minderzahl von Büchern ist in Regalen aufgestellt.

Bei den Zeitschriften im medizinischen und naturwissenschaftlichen Bereich ist dies tatsächlich so langsam Realität; die Regale mit den gedruckten laufenden Zeitschriftenheften werden immer weniger.
Die Bibliothekare sind nicht mehr nur an einen Schreibtisch oder Thekenarbeitsplatz gebunden, sondern begehen, ihren fachlichen Spezialkenntnissen entsprechend, in regelmässigen Abständen „ihre“ Abteilung und fungieren sozusagen als mobile Auskunft, Berater etc.

Oder über Online-Beratung, Webinare, die spontan gebucht werden können als Gruppe ….

Will ich tatsächlich ein Buch oder Gerät …. aus der Bibliothek mitnehmen, so kann ich das durch die automatische Selbstverbuchung beim Hinausgehen aus der Bibliothek – wir erinnern uns; die Anmeldung erfolgte automatisch beim Betreten.

Also ich muss noch nicht einmal mehr an extra Terminal, sondern die Ausleihe wird durch am Ausgang installierte RFID-Reader automatisch getätigt. So hatte ich mir das gedacht. Aber natürlich gibt es da wahrscheinlich Schwierigkeiten, wenn 2 Nutzer gleichzeitig rausgehen; wie erkennt das System, wer das Buch ausleiht und und und…

Die Bibliothek muss nicht unbedingt 24 Stunden geöffent haben; dadurch dass die Mehrzahl der Literatur auch online zugänglich ist, reicht eine Öffnungszeit von etwas 7:00 Uhr morgens – für den Besuch vor der Vorlesung – bis etwa 22:00 oder 23:00 Uhr. na mindestens bis Mitternacht!!; allerdings natürlich auch an Sonn- und Feiertagen.
Der Bereich ausserhalb der im Zentrum liegenden Bibliothek sollte vielleicht in einem bestimmten Teil durchgängig geöffnet sein; bin mir da aber noch nicht so sicher.
Idealerweise ist ein Restaurant oder eben Mensa, bei der aber auch nicht universitäre Menschen essen können ,angesiedelt, so dass auch Nichtbibliothekskunden die Räumlichkeiten nutzen und so die Bibliothek in das Stadtleben mit eingebunden ist; aber das kommt natürlich auch auf die Lage des Campus zur Stadt an.

Bücher – oder besser gesagt Medien

Die Bibliothek leiht eben nicht nur Bücher, sondern auch Tablets und andere Geräte, Baukästen, Modelle etc aus, also Arbeitsmaterialien, die die Studenten in ihren Fächern benötigen. Genauso werden stationär vorhandene Hilfsmittel; wie zum Bsp. der virtuelle Seziertisch, den wir anbieten, den Nutzern bereitgestellt. Jenachdem mit den entsprechenden Anmelde/Leihverträgen etc…

– die ich aufsgeliehen habe, werden automatisch verlängert; natürlich sofern sie nicht vorgemerkt werden. Nähert sich das Ende des letzten Ausleihintervalls, so bekomme ich rechtzeitig eine Nachricht per Mail, am letzten gebührenfreien Tag noch eine SMS;

oder über andere soziale Medienkanäle, die ich als Nutzer in meinem Profil hinterlegen und freigeben kann.

dann fallen Gebühren an, wenn ich diese Nachrichten ignoriere. Natürlich sollte die Rückgabe auch nach Schliessung der Bibliothek über geeignete Schleussen möglich sein.

So, das waren jetzt mal so spontan meine Ideen, wie ich in ferner Zukunft mein Leben als Nutzer einer Bibliothek sehe.

Werde das nun nach und nach durchgehen, ob Teile davon irgendwo auf der Welt schon verwirklicht sind und diese im Text direkt verlinken. Vielleicht ist die Zukunft ja doch schon näher als ich dachte..

Wer weiß, wo das eine oder andere schon verwirklicht ist: Bitte Link schicken, bin für jede Information dankbar.

Naja, und dann steht ja noch die Zukunft des Bibliothekspersonals an… uiuiui, das wird aber wohl etwas schwieriger.

Mapping für den guten Zweck

Die Vermessung des eigenen Körpers, die Vermessung der Stadt, die Vermessung der Welt. Was können wir heute nicht schon alles messen, Daten sammeln, auswerten oder auswerten lassen für unser eigenes Wohlbefinden, für ein gutes Körpergefühl oder auch für ein gutes Gewissen.

Und damit meine ich jetzt nicht die Fitness-, Trink-, Schlaf- und weiß Gott nochwas-Apps, die man so täglich füttern kann und die einem zum Schluß sagen, wann man wieder trinken, essen/nicht essen, schlafen und atmen soll; nein ich meine auch nicht das aufzeichnen jedes Trampelpfades im heimischen Wald, was ich ja inzwischen auch selbst leicht machen kann; nein ich meine Mapping für einen wirklich guten Zweck.

Ich weiß garnicht mehr genau, wie ich auf diese App gestoßen bin, aber wahrscheinlich über irgendeine geographische Zeitschrift.
Die Map neBildergebnis für mapswipennt sich „Mapswipe“ und gibt es für Apple- und Android-Geräte.

Erstellt wurde sie von einem Zusammenschluß verschiedenener humanitär aktiver Organisatoren unter dem Tenor der „Missing Maps“; zum Beispiel des American Red Cross, des British Red Cross, Humanitarian OSM Team (HOT) und  derMedecins Sans Frontieres/Doctors Without Borders (MSF).

Hier ein Bericht und Aufruf von „Ärzte ohne Grenzen Deutschland“

Hintergrund ist die Tatsache, dass es für viele Katastrophengebiete zu wenige aktuelle Informationen darüber gibt, wo genau die menschen, die Hilfe benötigen, leben. Es nützt eben nichts, wenn man zwar ein rudimentäres Strassennetz auf einer Karte hat, aber nicht weiß, wo genau die Ansiedlungen der Menschen sind; die teilweise eben  nicht auf den Strassenkarten verzeichnet sind. Sei es, weil die Menschen umherziehen, sei es weil die Ansiedlungen zu klein sind. Um genau diese Informationen zu erhalten kann man nun das, was in der Geographie unter dem weiten Begriff der „Fernerkundung“ läuft, am Smartphone oder Tablet machen:

Man wertet Satellitenbilder aus und markiert die Quadrate, in denen man menschliche Ansiedlungen erkennen kann. Dies macht man nicht nur einmal, sondern viele Menschen werten parallel die gleichen Satellitenbilder aus, sodaß eventuell übersehene Ansiedlungen gefunden  oder fälschlich als Ansiedlung erkannte Bereiche durch die mehrfache Überprüfung korrigiert werden.

Man kann sich beim Start eine der vorgeschlagenen Regionen/Projekte auswählen und absolviert vor dem Start ein kleines Tutorial, bei dem man trainiert, Ansiedlungen von Felsen, großen Bäumen etc. zu unterscheiden.

Danach kann man sein Set an Bildern starten und muss nun allerdings bis zum Ende „durchhalten“. Es gibt 3 Möglichkeiten der Markierung:
grün = eindeutig erkannte Ansiedlung
gelb = da könnte etwas sein, aber ganz sicher bin ich mir nicht
rot = ich kann das Quadrat nicht auswerten wegen Wolken etc.

Findet man nichts im Quadrat, dann lässt man es so wie es ist.

Am Ende des Sets kann man dann wählen, ob man weitermachen will oder ob es genug ist.
Es gibt einen spielerischen Anreiz; je mehr Sets man auswertet / mapped, umso höhere Level erklimmt man.
Und ich muss zugeben, es hat ein gewisses Suchtpotential, wenn man dann einige Quadrate ohne Ansiedlung hatte und dann das Erfolgserlebnis, wenn dann doch wieder ein Dach einer Hütte „mitten in der Pampa“ auftaucht. Allerdings sind Schirmpinien und Elefantenherden manchmal ganz schön fies und sehen manchmal den runden Hütten zum Verwechseln ähnlich. Man muss schon genau hinschauen, um den kreisrunden Schatten richtig zu identifizieren.

Hier ein kleines Video, wie die App auf dem iPad läuft.

 

Zum in die Luft gehen…..

Orrr, manchmal könnte man wirklich in die Luft gehen…… wenn mal wieder der Kaffeeautomat streikt, die Nutzer mit allen möglichen und unmöglichen Anwandlungen vor einem stehen oder die Statistiken, Exceltabellen und zu bearbeitenden Bücherberge einen schier zu erschlagen drohen!

Einfach mal Abstand gewinnen und sich die bucklige Welt von ganz weit weg betrachten, frei nach Reinhard Meys „Über den Wolken“

Geht nicht? Geht doch!Mars

Mit dem Open Access Programm der ESA stehen nun nämlich phantastische Weltraumbilder frei für die Öffentlichkeit zur Verfügung!

unter open access esa hat man Zugang sowohl zu phantastischen Bildern vom

Mars und anderen Planeten als auch Bilder der Erde und einzelnen Regionen.

Nicht nur Photos, sonder aufwendig mit Satellitenbildern und anderen von Messgeräten erstellten kombinierte Daten erstellte Ansichten stehen nun zur Verfügung.

Ötztal

Ötztal

Und was hat das jetzt mit Bibliotheken zu tun?  Nun, meiner Auffassung nach sollten wir nicht nur Informationen in der klassischen Schrift und Papierform nachweisen, sondern auch an diese Art der Informationsvermittlung denken.

Geographen, Geologen, Musikwissenschaftler (ja es gibt auch eine Abteilung Spacesounds!) können hier durchaus fündig werden.

Nur die Suchfunktion……. lässt noch zu wünschen übrig..

Unter „Space in Images“  sind hochaufgelöste Photos von Regionen zu finden; wenn man sie denn findet. Denn es gibt nur eine Einschlitzsuche „free search“ wohl über den gesamten Bestand, ohne die Möglichkeit der Eingrenzung. So führte meine Eingabe „Germany“ beileibe nicht nur zu Bildern von Deutschland, sondern auchn zu Bildern von in Deutschland teilweise gebauten Satelliten und erstaunlicherweise auch zu bildern der Ötztaler Alpen, Rumänien, der Schweiz etc. Warum? Im Text wurden alle ESA-Mitgliedstaaten aufgeführt und da ist Germany nun  mal mit dabei.

Also leider ein Manko bei diesem sonst sehr schönen Angebot.

 

 

 

 

Galten und gelten wir Bibliothekare nicht auch als Verwalter und Hüter

unserer Muttersprache?

Oder hänge ich da einem völlig veralteten Bild nach?
Und ich meine hiermit nicht, dass wir auf sämtliche Anlgizismen verzichten müssen. Was heutzutage üblich ist, weil es nun einmal aus dem englischsprachigen Raum kommt… in Gottes Namen, aber müssen wir jetzt unbedingt alles verdenglischen???

Wir hatten letztens einen Workshop, also einen Kurs und der Kursleiter – erstaunlicherweise würde keiner auf den Gedanken kommen, ihn Workshopleiter zu nennen – benutzte mehrmals den Ausdruck „Wording“. Also er hätte den Satz jetzt so geworded: …. mehrmals das Wording „Wording“.
Hallo, dafür gibt es doch bitte den genauso kurzen „Ausdruck“, oder die „Formulierung“.

Aber wahrscheinlich bin ich jetzt wohl doch bald in dem Dienstalter angekommen, in dem ich mir langsam die Brille aufsetzen und einen Dutt legen sollte. Vielleicht müssen wir uns ja durch diese Ausdrucksweise beweisen, wie modern und auf der Höhe der Zeit wir sind.
Trotzdem finde ich es schade, wenn auch wir ganz so bedenkenlos unsere eigene Sprache „vergessen“

„Krah Krah krächzt der Rabe leicht verwirrt,
ist er doch bald nur noch ein Bird!“