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Wie kommt die Eule zu ihrer Weisheit?

Sie geht in die ……….

Bibliothek!!!! Und wenn sie dabei noch von den Eltern begleitet wird, dann steht einer langen Karriere als alter weiser Uhu nichts mehr im Wege.
OK, die Fächerauswahl könnte vielleicht noch eine Rolle spielen, aber nachdem in den letzten Jahren ja verstärkt für die MINT-Fächer geworben wurde, ist es nicht verwunderlich, wenn es auch Uhus zu den Naturwissenschaften zieht.

Wer jetzt denkt, der Bibliotheksrabe ist völlig gaga geworden, nein, meine Ausführungen haben einen realen Hintergrund:
Schon ein paar Abende waren mir Menschen mit Fotoapparat oder Handy aufgefallen, die den neben unserem Bibliotheksgebäude stehenden Walnussbaum fotografierten. OK, dachte ich, sind die kleinen Eichhörnchen mal wieder ganz süüüüüüß am Spielen und Nüsse suchen. Am dritten Abend stand dann aber ein älterer Herr mit Teleobjektiv da und so groß ist der Walnussbaum nun auch wieder nicht. Also fragte ich ihn und er machte mich auf das eigentliche Zielobjekt der Fotografen aufmerksam: Uhus.

Uhu

Die saßen an unserem Bibliotheksgebäude an der Ostseite der efeubewachsenen Fassade ganz oben und hatte dort ihren Tagesruhesitz eingerichtet.
WOW!

Natürlich hatte ich meine Kamera an diesem Tag nicht dabei, aber man konnte sie tatsächlich mit bloßem Auge erkennen, wenn man wusste, wo man hinzuschauen hatte.
Naja, keine Kunst, so ein Uhu ist ja nicht gerade klein.
Am nächsten Morgen dann natürlich auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Blick nach oben und ja, da sitzt noch was!
Da am Abend noch eine Schulung bis 19:00 Uhr auf dem Arbeitsplan stand, konnte ich mich erst danach auf die Lauer legen. Wie gut, dass ich mich mit den Nachbargebäuden auskenne und so einen super Hotspot im Trockenen, direkt gegenüber und noch 1 Stockwerk höher beziehen konnte.

Junger Uhu

Es waren drei an diesem Abend, zwei Altvögel und ein Jungvogel; gut an den fehlenden Ohrpinseln zu erkennen.
Und je ruhiger es auf dem Campus wurde, umso munterer wurden sie. Der Youngster, natürlich ganz oben sitzend, zeigte gesteigertes Interessen an den in den Abendstunden umschwirrenden Junikäfern, war aber doch nicht geschickt genug, um sie zu erwischen.
Na gut, da putzen wir uns eben die Federn und Krallen. Auf was warten wir hier eigentlich? schien er sich zu denken, denn er wurde zunehmend unruhiger, während die Eltern noch ein kleines Nickerchen hielten.
Orr, langsam wird mir das zu dumm hier, ich flattere jetzt mal noch einen Ast weiter hoch, vielleicht hilft das ja gegen die Langeweile….
Und schon breitete er seine Schwingen aus, stellte sich auf seine Beine und mit ein, zwei Flügelschlägen saß er noch ein Stück weiter oben. Das entlockte den anderen nur ein müdes gähnen und Federnschütteln, aber wenigstens waren sie jetzt munter. Und urplötzlich konnte man in drei große orange-leuchtende Augenpaare blicken.
Was für ein faszinierender Anblick. Die gesteigerte Aktivität der Alten ließ den Kleinen wieder herunter kommen und mal versuchsweise um Futter betteln, aber ohne Erfolg.

Dann plötzlich machte sich der erste Altvogel auf und glitt lautlos davon. „Wie? Was? geht es jetzt endlich los?“ schien sich der Junguhu noch zu fragen und schon erhob sich der zweite und machte sich auf die Jagd. „Halt, ich will mit! Hüpfen und mit den Flügeln schlagen haben sie gesagt“ und schon war er in der Luft und eilte gen Westen durch die Gebäude des Campus hindurch und aus meiner Sicht.

Und als mein Blick auf die Uhr fiel, musste ich schmunzeln: bis zur Bibliotheksschließung waren es noch 5 Minuten!

Update 6.7.2021
Es sind definitiv 4 Uhus: die beiden Altvögel und 2 Junge

Update 8.7.2021
Heute morgen war kein Uhu mehr da. Gestern Abend saßen sie noch alle an ihrem Platz.

Ich geb mir die Kugel……

wenn ich mir meine Bibliothek so ansehe. Durch die „Augen“ der Ricoh Theta SC nämlich, die sich seit Kurzem den Platz mit dem anderen Nerdkram in meinem Schrank teilt.

Mit der Kamera kann man relativ einfach Kugelpanoramen erstellen und diese – mit der entsprechenden App – auch noch so nachbearbeiten, dass man zum Beispiel in das Bild Texte einfügen kann. Auch sensible Bereiche oder Personen können unke

Blick in die Bibliothek

nntlich gemacht werden.

Spherical Image – RICOH THETA  

https://theta360.com/widgets.js

So kann ich also „meine Bibliothek“ räumlich darstellen und die entsprechenden Punkte auch noch bezeichnen.
Bisher hatte ich die Panoramen noch mit der Kamera und 4 360°Grad-Umdrehungen zusammengepitched, jetzt muss ich mich nur rechtzeitig unsichtbar machen, bevor der Timer nach 5 Sekunden auslöst. Ok, ich kann den Timer auch auf 10 Sekunden hochsetzen.

So kann man mit relativ einfachen Mitteln seine Bibliothek/Räumlichkeiten im Netz präsentieren und wenn einmal die Zeit ist, dass der Mensch VR-Brillen als ganz normale Brillen trägt, dann kann er sozusagen von zuhause aus sich schon mal in die Bibliothek „beamen“, also fast… Denn die Kugelpanoramen lassen sich eben auch im „Cardbox-Modus“ anschauen.

Natürlich ist die Auflösung für den Profiphotograph nicht ausreichend, aber für die Präsentation im Netz finde ich ist es völlig ok.

Chatprotokoll

Sag zum Abschied leise Servus liebe Theke

imageNun ist es Realität, unsere Bibliothek  hat keine Theke mehr!
Jahrelang hat sie uns durch unseren Arbeitsalltag begleitet; trat mehr oder weniger regelmäßig in unser Bewusstsein,.
Stets war sie ein Ort, um über die grossen Ereignisse des Hauses informiert zu werden, aber auch die kleinen Vorkommnisse, die es nicht auf die grosse öffentliche Bühne geschafft haben, hier hat man davon erfahren.
Aber nicht nur Dienstliches gab es, nein auch private Buch Tipps von Kollegen, kleine Jubiläen, Randnotizen des beruflichen Zusammenseins.
Doch nun ist sie ein Opfer von Facebook und Co. geworden. Die Mitarbeiterzeitschrift der UB wurde mit dem Heft 1/2015 eingestellt.
Durch den Facebookauftritt, das offizielle Blog und  die diversen internen Mailinglisten sei die Theke als Mitarbeiterzeitschrift überflüssig geworden, heisst es im Editorial.
Aber stimmt das wirklich?
Wo bleibt die Presseschau, die Lesetipps, der Bericht über einen gemeisterten Vorfall in einer Institutsbibliothek?
Die Vorstellung neuer Kollegen, die Abschiedsworte altgedienter KollegInnen, der runde Geburtstag und und und…?

Alles keine Inhalte, die auf Facebook oder dem Blog gepostet werden sollen. Denn es sind Interna, die jetzt nicht gerade den Informationswert für unsere Benutzer/Follower haben.
Natürlich kann man solche Nachrichten in die interne Mailingliste stecken; aber Hand aufs Herz „Wie unpersönlich ist das denn?“
In der Mailingliste werden Dienstpläne; Ausfälle von Aufzug, Server etc. publiziert.  Das ist etwas Flüchtiges, da gehen solche Nachrichten im Strom unter; kein Mensch wird sich hinsetzen und die Mail über das Fest XY am Soundsovielsten vor 3 Jahren raussuchen. In der Mitarbeiterzeitung kann man mal schnell nachschlagen; sieht vielleicht noch ein Foto dazu und kann sich erinnern. Und beim Rumblättern noch auf dieses oder jenes stossen; sich vielleicht mit der UB als Gemeinschaft der Mitarbeiter eingebunden fühlen. Als ein Teil des Ganzen, für und von dem diese Zeitschrift gedacht war.
Für mich ist das ein Stück Organisationskultur; dass die Mitarbeiter nicht nur als Diensttuende wahrgenommen werden, sondern als Gemeinschaft, die auch ausserhalb der Arbeit sich vielleicht mit der UB verbunden fühlt.
Und das vielleicht auch so nach aussen transportiert.
Aber nun ist es vorbei; die Theke ist abgebaut.

ADIEU, ich werde Dich vermissen!

Das Trainingssmartphone

Manchmal kann eine Lösung so einfach sein! Wir hatten es heute im Informationszentrum von den verschiedenen „Zusatzwissensnischen“, die so jeder von uns besetzt. Sei es aus privatem Interesse oder weil er/sie aus vorherigen Stellen eben Spezialwissen mitbringt.
Unter anderem kamen wir natürlich irgendwann zu den mobilen Möglichkeiten, die unsere Studenten inzwischen mitbringen und die eigentlich jeder von uns wenigstens schon mal gesehen haben sollte. Und im Idealfall natürlich auch schon ausprobiert hat!
Doch nicht jeder hat ein Smartphone und nicht jeder will eines besitzen, geschweige kann es sich leisten.
Denn ohne Flatrate kommt man ja leider nicht mehr aus, wenn man ein Smartphone sein eigen nennt.

Wie nun diesen Kollegen; ach was überhaupt allen interessierten Kollegen die spezifischen Apps zeigen? Ohne dabei immer gleich das private Smartphone einzusetzen?

Wir schaffen uns ein Trainingssmartphone an! Und das muss noch nicht einmal viel kosten; denn spätestens nach drei Jahren bekommt man als Smartphonebesitzer mit Flatrate die Möglichkeit, sein „altes“ Smartphone gegen ein Neues zu tauschen. Und was passiert dann mit dem alten? In den meisten Fällen liegt es unbeachtet und vernachlässigt in der Schublade.
Geben wir ihm doch eine zweite Chance als Trainingssmartphone in der Bibliothek!
Denn Apps laden und benutzen kann man auch ohne Telefonflatrate über das universitäre WLAN.

Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. So kann ich das Smartphone zum Üben beruhigt aus der Hand geben; es sind ja keine persönlichen Daten mehr drauf und zweitens es muss nicht mehr bei mir in der Nähe sein, denn es ruft ja keiner darauf mich an.
Und der Kollege ohne eigenes kann aber ganz in Ruhe und für sich die Alltagstauglichkeit von verschiedenen Apps testen und sich mit dieser mobilen Welt vertraut machen.

Also ihr abgelegten Smartphones dieser Welt, ab in die Bibliotheken und zweite Karriere starten!

Ach ja, unser Trainingssmartphone wird ein HTC Desire!

Schulung für Smartphones oder so

Was weiss der Smartphone besitzende Nutzer über die Möglichkeiten, die er inzwischen mit dem kleinen Ding eigentlich hat? Also universitär gesehen.
Kennt er die mobilen Angebote, weiss er von den Twitteraktivitäten der diversen universitären Einrichtungen, kennt er die mobilen Möglichkeiten der Literaturerfassung, Mindmapping, Aufgabenmanagement…  oder dient das Smartphone immer noch nur zum reinen Vergnügen?

Doch wie stellt man eine Schulung von mobilen Diensten am besten dar? Das Live-Filmen des Smartphones beim Benutzen ist nicht gerade einfach, wenn man nicht gerade eine Profiausrüstung zur Hand hat. Lichtverhältnisse, Spiegelungen auf dem Display, wackelndes Smartphone bei der Benutzung und nicht zuletzt der Finger des Benutzers – huch, Maniküre für die Schulung vergessen;-) ?

Für Android-Phones habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, via „My Phone Explorer“ und Camtasia eine Filmsequenz zu erstellen; jetzt noch Untertitel und dann mal sehen, wie ich das in ein Smartphone konformes Format bekomme. Ich habe nämlich nur eine alte Camtasia-Version; die neue „Camtasia Studio 8“ kann das nämlich schon…. Kostet aber mind. 165, 00 €.

Für IPhones bzw. ich habe ja nur einen IPod Touch habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den Bildschirm als Filmsequenz aufzunehmen. Vielleicht weiss einer der Leser Rat?

Eine Live-Schulung in der Bib oder irgendwo, wo es gemütlich ist – man sollte den Vorteil der Mobilität ruhig ausnutzen – ist ja eigentlich nur vom Vorhandensein eines Laptops und eines Beamers mit dazugehöriger Projektionsfläche abhängig. Oder vielleicht sogar ganz ohne; haben ja alle ihr Gerät in der Hand.

Stelle mir das gerade vor, mmmhhh, eine verlockende Vorstellung. Am Sonntag ist bei uns Blogger- und Twitterer-Meeting; vielleicht kommt da schon mal so etwas rüber.

Lernspielwiese hat in ihrem letzten Blogeintrag „Von dem Meister lernen“ etwas Wahres über das Community Management gebloggt. Übertragen auf unseren Berufsstand kann man das sehr leicht: Beibringen kann ich einem anderen nur das, was ich selber nutze. Und wenn ich mein Handy nur zum Telefonieren nutze oder mich weigere, überhaupt ein Smartphone zu nutzen, dann kann ich eben meinen Nutzern die Nutzung der mobilen Dienste nicht überzeugend rüberbringen.

Oder vom Smartphone mal abgesehen; wenn ich die Web 2.0 Möglichkeiten nicht selbst benutze und erstelle; wie will ich dann darin andere schulen?

Aber das ist ja schon wieder ein ganz anderes Thema……

Die Onleihe für Smartphones – IPodTouch

Der Bücherbus der Stadtbücherei Heidelberg ist ja schon eine sehr lobenswerte Einrichtung; doch er fährt meinen Stadtteil just immer innerhalb meiner Arbeitszeit an, so daß ich auf diese Art der mobilen Literaturversorgung leider verzichten muss.
Doch auch wenn ich es bedauere, nicht nachmittags schon zuhause sein zu können, auf eine Literaturversorgung direkt vor Ort muss ich inzwischen nicht mehr verzichten, seit die Stadtbücherei bei der „Onleihe“ mit dabei ist und es eine App für die Apple-Geräte IPad, IPhone und IPodTouch gibt.
Über die App, ausgeführt auf einem IPodTouch werde ich hier berichten.

Onleihe? Was ist das denn?
Da ich der Meinung bin, dass man das Rad nicht unbedingt mehrmals erfinden muss, kann man eine Definition der Onleihe direkt bei onleihe.net nachlesen.

Die Onleihe-App
gibt es bisher nur für die Geräte der Firma Apple.
Allerdings ist auch eine Version fürAndroid-Smartphones ab Mitte Juli 2011 bzw. „demnächst“geplant.
Man bekommt die App ganz normal im App Store unter „Onleihe“; der Download geht schnell; die App ist kostenlos!

Ist „meine“ Stadtbücherei dabei?
Wer vor der Installation noch nicht weiß, ob die eigene Bibliothek die Onleihe überhaupt anbietet, der kann entweder hier nachschauen und – falls die   Bibliothek noch nicht dabei sein sollte – auch gleich den Wunsch des Beitritts aussprechen; oder er installiert die App und schaut dann im Menue nach, ob seine Bibliothek dabei ist!

Die AnmeldungAnmeldung
erfolgt mit den gleichen Daten wie für die Desktop-Anwendung Onleihe bzw. mit den Nutzerdaten der Bibliothek, falls sie gleich sind.

Der Startscreen
erscheint nach der Anmeldung und zeigt einem entweder die ausgeliehenen Medien an oder bringt die Meldung, dass momentan nichts ausgeliehen ist. Ausserdem kann man von dort aus auf die drei Funktionen „Aktuell“, „Themen“ und „mehr“ kommen.
Natürlich gibt es auch eine Einschlitz-Suche, die sich über alle Teile der Einträge erstreckt; was bedeutet, dass auch die Kurzbiographie der Autoren etc. durchsucht werden und dementsprechend die Ergebnisse „verwässern“ (Habe es mit der Suche „Heidelberg“ ausprobiert und sämtliche Autoren, die in Heidelberg studierten oder ähnliches, wurden mit den verfügbaren Werken aufgeführt. Schon erstaunlich, wer alles schon hier war;-))

Das Angebot nach  Themen
variiert sehr nach den Paketen, die die Bibliotheken wohl erworben hFoto 16.06.11 09 40 30aben. Folgende Themenkomplexe sind bei der Stadtbücherei Heidelberg im Angebot:

    • Kinderzimmer
    • Jugendbibliothek
    • Schule & Lernen
    • Sachmedien & Ratgeber
  • Belletristik & Unterhaltung
  • Musik

wobei die „Musik“ noch mit der Meldung „keine Treffer“ glänzt. Auch sind noch keine Hörbücher vertreten, obwohl in der Desktop-Onleihe Musik und Hörbücher ausleihbar sind.
Anscheinend sind die Angebote zwischen App und Desktop-Onleihe nicht identisch.

Die Trefferliste
ist buchstabengenau alphabetisch gelistet! Was das genau bedeutet erfährt man, wenn man zum Beispiel folgenden Screenshot betrachtet:

Und auch die Artikel werden in die Suche mit einbezogen!

Aber hier sei gesagt, dass dies nicht in der Verantwortung der Stadtbücherei Heidelberg liegt; die Onleihe ist ein Komplettpaket der Firma Divibib; was bedeutet, dass die Darstellung der Medien, die Sortierung und auch das Angebot allein beim Anbieter liegt und die einzelnen Bibliotheken auf das technische „Umfeld“ keinen Einfluß haben.

Vorschau in das Buch
ist über die Titelaufnahme und eine Leseprobe möglich. In der Vollanzeige wird nicht nur eine Inhaltsangabe geboten, sondern auch Informationen über den Autor (die, wie geschrieben, auch bei der Einschlitzsuche mit berücksichtigt werden) und die Möglichkeit, eine Leseprobe herunterzuladen.

Die Ausleihe
des gewünschten Buches ist einfach und simpel.

Anklicken und runterladen.

Nun gut, ein paar klitzekleine Voraussetzungen sollte man schon erfüllt haben:

  • die Lese-App „Bluereader“ ist installiert
  • eine Adobe-ID ist vorhanden
  • eine WLAN-Verbindung (sonst wird es entweder teuer und der Download dauert)

Buch ausgeliehen, Vormerkung
ist möglich! Nach Eingabe einer Mailadresse – und das muss nicht mal die bei der Bibliothek im Nutzerprofil hinterlegte sein – bekommt man eine Nachricht, wenn das ausgeliehene Buch wieder zurück ist.

Die Ausleihzeiten
sind  – leider – halbiert zu den „normalen“ Print-Ausgaben und eine Möglichkeit zur Verlängerung gibt es auch (noch??) nicht. Auf der anderen Seite kann man ein heruntergeladenes Medium auch nicht früher zurückgeben! Es ist zwar möglich, in der App das Buch zu löschen, es bleibt aber in der Onleihe ausgeliehen! (Nachzuprüfen in der Konto-Anzeige der Desktop-Version)
Ein Manko der App, wie ich finde, denn so bleibt ein auch früher zurückgegebenes Buch für die anderen Nutzer 14 Tage gesperrt, obwohl es technisch schon wieder verfügbar wäre.
Andererseits kann man ein auf sich selbst entliehenes Buch auch für sich selbst vormerken; eine Sache, die mir bisher kein Opac erlaubt hat ;-))

Offene Fragen
gibt es noch viele, wie zum Beispiel:

  • wie verschwindet das heruntergeladene Buch von meinem IPodTouch? Wird nur das Lesen unmöglich gemacht (durch die DRM) oder greift das Programm direkt auf mein Gerät zu?
  • weshalb ist die Leihfrist um die Hälfte gekürzt?
  • ist die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückgabe geplant?
  • wird es noch eine „erweiterte“ Suchmöglichkeit geben? die buchstabengenaue Titelsortiertung bzw. nur eine Suche über alle Felder ist nicht gerade das Gelbe vom Ei
  • Wie wird die „Anschaffungspolitik“ der Mobil-Pakete aussehen. Musik u. Hörbücher gibt es ja schon in der Desktop-Onleihe; bald auch mobil?
  • Wann gibt es die Onleihe auch für nicht-Apple-Smartphones?
  • Eine Heidelberg spezifische Frage: Ab 1. Juli soll eine „Metropol-Card“ für die Stadtbibliotheken der Region eingeführt werden; gilt der Zugang auch für die daran betieligten Bibliotheken?

Genug gekrächzt, ich muss jetzt meine zwei entliehenen Bücher lesen, sonst sind die plötzlich weg und ich muss doch auf Papiernes zurückgreifen!

Geocaching in Bibliotheken. IK-Schulungen auf neuen Wegen – Vortrag auf dem 100. Bibliothekartag in Berlin

Da ich neben dem Geocaching ja auch noch einen Bürojob habe ;-)) und auf dem diesjährigen Kongreß der Bibliothekare (= 100. Bibliothekartag in Berlin) auch noch die Verquickung von Beruf und Hobby möglich war, konnte ich nicht umhin, den Vortrag von Timo Glaser aufzunehmen, um zu zeigen, dass Geocaching inzwischen nicht nur im Geographieunterricht oder in Tourismuskreisen angekommen ist, sondern sogar wir “Bücherwürmer” das Geocachen für Lehrzwecke entdeckt haben.

Timo Glaser ist Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Marburg und hat dort 5 Caches ausgelegt, Multis und Mysteries, die immer ein bestimmtes Thema abhandeln. So lernt man bei einem Multi die verschiedenen, in der Stadt verteilt liegenden Zweigstellen der Universitätsbibliothek kennen, bei einem anderen Cache muss man im Online-Katalog ein bestimmtes Buch suchen, um aus den dann angezeigten Buchdaten die Informationen für die Finalkoords. zu errechnen.
Alles Dinge, die ein “Normalmensch” nicht braucht bis er die Dienste der Unibibliothek in Anspruch nehmen will.
Grundgedanke des Owners ist, einfach einen zusätzlichen Informationskanal anzubieten, da so die Dienste einfach auf eine spielerische Weise erlernt werden.

Natürlich hat diese Art der IK-Schulung ihre Grenzen: Am banalsten die Öffnungszeiten und eventuelle Zugangsbeschränkungen der einzelnen Bibliotheken, will man den Geocacher auch zum Betreten der Bibliothek bringen.
Genauso verhält es sich mit der Benutzung der verschiedensten Online-Dienste der Bibliothek, inzwischen werden meist noch Zugangsdaten in Form von Benutzernummer u. Password benötigt, was ein nicht an der Universitätsbibliothek eingeschriebener Nutzer natürlich nicht hat. Da muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die zu benutzenden Dienste frei zugänglich sind.
Auch sollte man beim Auslegen daran denken, dass nicht jeder Mitarbeiter der “becachten” Bibliothek unbedingt etwas mit unserem Hobby anfangen kann und dementsprechend fragend in den Raum hereinspazierende Cacher dann plötzlich auf einen “Bibliotheksdrachen” stoßen.
Obwohl, diese Spezies ist doch schon lange ausgestorben, oder nicht ???

Also, hört es Euch an; ich habe versucht, die Qualität so gut wie möglich anzuheben, allerdings war der Vortragsraum nicht abgeschlossen, im Hintergrund lief eine Posterausstellung, die natürlich mit entsprechender Geräuschkulisse vewrbunden war.

Die Daten für den Vortrag:

100. Deutscher Bibliothekartag
Mittwoch, 8.06.2011
TK1 Innovative Lösungen und neue Technologien in der Bibliothekspraxis
Timo Glaser: Geocaching in Bibliotheken – Ik-Schulungen auf neuen Wegen

Vortragsfolien

Audioaufnahme

Bibliothekskongress Tag 2 Teil 1

So, die erste Nacht war kurz, aber ich war ja auch nicht in Kreuzberg!
Das Smartphone-Happening gestern hatte ich mir komplett anders vorgestellt; irgendwie „nerdiger“, will heißen mehr konspirativ, persönlicher; dass man fuer das Vorstellung der „Lieblingsapp“ erstmal einen Vortrag des kompletten Plenums halten muss, darauf war ich nicht vorbereitet. Und dann war das Ganze doch etwas Obst-lastig, mein kleiner Androide fuehlte sich da etwas unwohl.
Manchmal vermisse ich das Spontane, unkonventionelle; alles muendet irgendwie gleich in einem Frontal-Vortrag.
Da blogge ich lieber vor mich hin und spintisiere so ein bisschen in die Zukunft.
Angeblich soll das ja abends im Biergarten geschehen sein; sagte wenigstens Twitter ;-))

Aber da weilte ich bei der Eröffnungsveranstaltung mit dem Bundestagspräsidenten, der einen sehr launigen Vortrag zum Thema Bibliotheken hielt. Den Link zum mp3 muss ich gerade noch schuldig bleiben, die Datei muss noch enttuftet werden; nicht dass ich da plötzlich ne Abmahnung bekomme.

Heute morgen war ich dann natürlich in den Vorträgen der Zukunftswerkstatt; den Vortrag „Geocaching in Bibliotheken“ wollte ich livestreamen, allerdings ging dann wiederholt die Verbindung floeten, so dass ich nach ein paar Minuten auf normales Video (mit dem Handy) überging, das ist bei dropbox hinterlegt. Und heute Abend gehen wir Bibliothekare cachen!!!

So, das erstmal kurz von heute, der Terminplan ist eng; schnell was essen und auf zum nächsten Vortrag!

Der Rabe flattert wild umher,
Der Kongress gefällt ihm sehr!

Smartphones in der Bibliothek – das Handyverbot auf dem Prüfstand

Zum Glück sind die Zeiten der brillenbewehrten, mit Dutt und strengem Blick ausgestatteten Bibliothekarin am Eingang des Lesesaals vorbei, deren Wortschatz aus „Psst, Bitte Ruhe!“ Bestand. ;-))
Was nicht bedeuten soll, dass nun in den Leseräumen Jubel, Trubel, Heiterkeit und Schwätzchen hier und Geplauder dort herrscht!
Nein, wir sind nur einfach etwas entspannter geworden im Umgang mit unseren Nutzern, habe ich das Gefühl. Und wenn ein Student im Lesesaal meint sich unterhalten zu müssen, dann regelt sich das durch die um ihn herum sitzenden Komilitonen meist schnell von selbst ;-))

Aber noch immer prangt an der Eingangstür der meisten Bibliotheken dieses Schild:
Nicht nur, dass es ein völlig veraltetes Modell zeigt, nein, es verbietet den Umgang mit einem mobilen Telefon in den Räumen der Bibliothek. Nun gut, zu Zeiten, als dieses Modell aktuell war, konnte man mit einem Handy auch nur telefonieren! Da hatte das Schild durchaus seine Berechtigung.

Aber die heutigen Smartphones können eben mehr als nur als Telefon zu fungieren!

Wenn ich so nachdenke, dann nutze ich mein Smartphone mehr als Email-Zentrale, Terminplaner, zum Schreiben, als Navigationsgerät, zum Surfen im Internet und als Nachschlagewerk mit den verschiendensten Apps. ….
Telefonieren hat da den geringste Anteil.

Und wozu bemühen wir uns denn gerade um Smartphone-gängige Websites und Bibliotheksdienste, wenn wir dann den Gebrauch in unseren Räumen verbieten?
Ist es nicht Sinn und Zweck, wenn der Nutzer vor dem Regal steht, an dem ein QR-Code angebracht ist, dass es diesen direkt vor Ort entschlüsselt und die Informationen auf seinem Smartphone erhält? (QR-Codes in Bibliotheken)

Oder der Nutzer, der gerade im Lesesaal sitzt und schnell mal recherchieren will, ob es zu seinem Thema nicht noch mehr Literatur gibt und den mobil-fähigen Opac nutzen will?
Benutzung bitte nur außerhalb ?

Inzwischen gibt es Apps, die aus einem mit dem Smartphone geknipsten Foto ein PDF generieren können(CamScanner z.B.) Eine Supersache, wenn der einzige Scanner mal wieder dauerbelegt ist oder man nur schnell eine Seite haben will. Bitte nur außerhalb?

Mal schnell ein Mindmap skizzieren auf dem Smartphone, weil das Laptop zuhause und der Unirechner nicht im Lesebereich steht. Bitte nur außerhalb?

Hier muss eine Änderung her! Natürlich soll das Telefonieren im Lesebereich weiterhin nicht erlaubt sein; die (lautlose) Nutzung eines Smartphones kann aber meiner Meinung nach nicht mehr untersagt werden.
Wir setzen bei der erlaubten Nutzung von Laptops im Lesebereich ja auch voraus, dass diese auf lautlos gestellt oder Kopfhörer benutzt werden und verbieten nicht von vornherein deren Nutzung.

Doch wie könnte man dieses überholte Pictogramm ersetzen?
Was genau sollte es denn bewirken? Eigentlich doch nur, dass keine Ruhestörung im Lesebereich durch Telefonieren auftritt!
Die Ruhestörung durch Gespräche verbieten wir aber nicht durch ein Verbotsschild, auf dem zwei sich unterhaltende Menschen abgebildet sind, sondern stellen dies durch ein blaues „Bitte Ruhe“- Gebotsschild dar.

Wenn wir als Bibliothek also die Nutzung von Smartphones zulassen, aber natürlich nicht das Telefonieren erlauben wollen, würde dann nicht einfach das „Bitte Ruhe“-Schild genügen?
Abgesehen davon, dass eine mit Verbotsschildern beklebte Eingangstür nicht gerade sehr einladend aussieht. (vgl. dazu „Verbote als Marketinginstrument in Bibliotheken von Ursula Georgy, Bibliothek. Forschung und Praxis, 34/2010, H 3, S. 311-322)

In diesem Sinne…..

Krahkrah es krächzt der Rabe heiser,
im Leseaal natürlich leiser. ;-))

Süßigkeitenautomat in der Bibliothek?????

Mitnichten, da gibt es was auf/in die Öhrchen für unsere Benutzer.

Warum nur muss ich immer an Orangengeschmack denken?? ;-))