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Wie ein (Weihnachts-) Buch entsteht

In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hat der Mensch ja meistens etwas Zeit; die Bibliothek ist geschlossen, das Wetter eher mau und nach den Feiern mit der Familie zieht etwas Stille ein.

Das ist doch die Gelegenheit, sich ein eigenes Buch zu bauen! jaja, kein Schreibfehler, ich habe mir ein Buch gebaut, denn ein Buch schreiben ist dann doch etwas zu hoch für mich. Ich bin kein Schriftsteller, ich bin nur Bibliothekar. Und deshalb habe ich mir auch nicht die Originalausgabe gegönnt, sondern nur das „Faksimile“.

die Bauanleitung war eigentlich leicht zu verstehen, wenn mann sie denn vor dem Öffnen aller Beutelchen gelesen hätte. so saß ich erst einmal vor einem großen Haufen Steinchen und sortierte. aber warum soll ich auch meine Freizeit anders verbringen als einen großen Teil meiner Arbeitszeit?

Also zuerst mal die Protagonisten erstellt, das war ja schnell geschehen:

 

Doch dann wurde es komplizierter; Kleinteile über Kleinteile wurden zu nichtssagenden Bauteilen zusammengesteckt. Doch so langsam entwickelte sich etwas:

 

Wer genau hinschaut, entdeckt die kleine LEDLampe rechts am Bildrand. Es war nämlich in dem Hotelzimmer so duster, dass ich die Bauanleitung tatsächlich manchmal nur noch mit einer Taschenlampe entziffern konnte. Hoffentlich geht dieser Trend zu dusteren, schummrig beleuchteten Zimmern bald wieder vorbei; ich lobe mir eine mittig an der Zimmerdecke angebrachte hell leuchtende Lampe! Doch es ging voran, die ersten Details wurden eingebaut; sehr apart, der Klapptannenbaum!

 

 

 

 

 

Dann endlich war der Buchdeckel, Einband und das Cover fertig und ich konnte mit dem Inhalt des Buches weitermachen.

 

 

 

 

Hier wurde es irgendwie noch kleinteiliger und fummeliger, aber ich wollte einfach nicht aufgeben und so langsam ging es voran:

 

 

 

 

 

Und so langsam erschloß sich mir dann auch die Funktionsweise, die ich als technikaffiner Bücherwurm natürlich sehr begrüßte:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sieht nun das fertig gebaute Weihnachtsbuch aus:

 

 

Wer noch spannende Sommerlektüre

benötigt, der schaue sich mal diese lobenswerte Aktion an:

„Buchversteigerung für einen guten Zweck“

Nicht jeder möchte seine Bücher in den Container geben oder Schutzlos den Elementen überlassen, doch was tun, wenn die Regale in der Wohnung sich bedenklich biegen und der Nachbar unter einem schon Stützbalken in die Wohnung einziehen will ob der Bücherlast darüber?

Eine sehr schöne und gleichzeitig soziale Aktion hat jetzt ValentinHD gestartet; vielleicht braucht ja noch der eine oder andere ein spannendes Buch für den (sowieso verregnteten;-)) Urlaub.

Technikärgernis Rückentext

TECHNIKÄRGERNIS RÜCKENTEXT

Darum torkelt der Text auf DVD- und Buchrücken

unter diesem Titel schreibt der Autor Konrad Lischka über das Phänomen der wechselnden Schreibrichtungen auf Buchrücken.
Ein Phänomen, dass doch eigentlich in Bibliotheken auch schon zu Diskussionen geführt haben müsste, oder nicht?
Bei dünnen Büchern haben wir zum Beispiel auch die Frage klären müssen, in welche Richtung wir die Signaturschildchen laufen lassen; von unten nach oben; dann steht zwar das Bibliothekskürzel richtigherum, aber in den meisten Fällen muss man den Titel von oben nach unten lesen; oder von oben nach unten; dann liest man die Signatur in derselben Richtung wie den Titel, aber dann steht das Bibliothekskürzel auf dem Kopf.

Was mir auffiel ist, dass bei Beschriftungen von unten nach oben, wie bei den englischsprachigen Büchern meist üblich, das Buch mit der Rückseite zu liegen kommt, wenn man es nicht stellt, sondern legt. Bei der Schreibweise von oben nach unten ist der Titel auf dem Buch auch zu lesen, wenn es mit der Vorderseite nach oben liegt. Das sieht dann natürlich ästhetisch ansprechender aus, wenn ich sowohl den Rückentitel als auch das Frontcover sehen kann. Mag das eine Erklärung für unsere Vorliebe für die Schreibweise von oben nach unten sein?

Wer braucht schon Bücher? Oder doch??

Mit dieser provokativen Frage hat heute ein Leser eine Diskussion im Forum „wer-weiss-was“ angestossen.

Hier der direkte Link.

Allerdings geht es nicht um die Abschaffung des Buches an sich, sondern um den Wechsel von Papier auf PDAs. mal sehen, was die Diskussion ergibt…

Hier die ersten Reaktionen:

  • Hallo, meine Antwort liegt irgendwo dazwischen.

    Ja, ich lese eBooks, und zwar auf meinem Palm, derzeit der T|X. Aufgrund seiner guten Akkuleistung ist das ein rechtes Vergnügen, und ich kann abends im Bett noch lesen, ohne Mitschläfer durch die Nachttischlampe zu stören. Auf Reisen nimmt der Palm+Ladegerät viel weniger Platz weg als die 5 oder 6 Bücher, die ich mitnehmen wollen würde.

    Ich lese allerdings praktisch nur solche Bücher auf dem Palm, die es als gedruckte Bücher gar nicht gibt, und die im Internet frei verfügbar sind. Wenn es eine „richtige“ Buchausgabe gibt, bevorzuge ich diese. Vor allem, da kommerzielle eBooks sehr teuer sind – ich sehe nicht ein, für ein eBook fast das gleiche zu bezahlen wie für ein gedrucktes Taschenbuch.

  • Hallo, ich hab auch erst seit kurzem einen PDA und gleich zu anfang mir ein paar Kostenlos-Ebooks zum rumprobieren geladen und auch ein paar von meinen Lieblings-pdfs.
    Und eigene Texte,die ich mich Documents to go lese und gleich überarbeite.
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich gerne am Palm lese, sofern die Texte der Reihe nach zu lesen sind (Romane zB. oder eigene Texte sind, wo ich dann durch Farbmarkierungen mir selbst Hinweise hinterlasse und diese auch leicht wiederfinden kann)
    Aber wenn es Fachtexte sind, die auch mal ein vor und Zurückblättern über ganze KApitel benötigen wirds schwierig den Überblick zu behalten, zumal bei PDFs oft ganz neue Formatierungen nach derKompilierung bei rumkommen, die zusätzlich schwer zu überblicken sind. Dabei wärs eigentlich praktisch, da man bei meinem reader auch so Postitartige Notizen anfertigen könnte.
    Aber dazu nehm ich dann doch lieber die Papierform, mit vielen Notizzetteln, die raushängen und mir die wichtigen Teile anzeigen.

    Selbst zum Exirpieren aus Büchern (wozu ich mir den Palm eigentlich kaufte) nehm ich gerne noch Papier und Bleistift, da man damit irgendwie viel freier ist. Aber das mag auch nur eine Übergangseerscheinung sein, dass mir das schneller vorkommt.