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Schulung für Smartphones oder so

Was weiss der Smartphone besitzende Nutzer über die Möglichkeiten, die er inzwischen mit dem kleinen Ding eigentlich hat? Also universitär gesehen.
Kennt er die mobilen Angebote, weiss er von den Twitteraktivitäten der diversen universitären Einrichtungen, kennt er die mobilen Möglichkeiten der Literaturerfassung, Mindmapping, Aufgabenmanagement…  oder dient das Smartphone immer noch nur zum reinen Vergnügen?

Doch wie stellt man eine Schulung von mobilen Diensten am besten dar? Das Live-Filmen des Smartphones beim Benutzen ist nicht gerade einfach, wenn man nicht gerade eine Profiausrüstung zur Hand hat. Lichtverhältnisse, Spiegelungen auf dem Display, wackelndes Smartphone bei der Benutzung und nicht zuletzt der Finger des Benutzers – huch, Maniküre für die Schulung vergessen;-) ?

Für Android-Phones habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, via „My Phone Explorer“ und Camtasia eine Filmsequenz zu erstellen; jetzt noch Untertitel und dann mal sehen, wie ich das in ein Smartphone konformes Format bekomme. Ich habe nämlich nur eine alte Camtasia-Version; die neue „Camtasia Studio 8“ kann das nämlich schon…. Kostet aber mind. 165, 00 €.

Für IPhones bzw. ich habe ja nur einen IPod Touch habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den Bildschirm als Filmsequenz aufzunehmen. Vielleicht weiss einer der Leser Rat?

Eine Live-Schulung in der Bib oder irgendwo, wo es gemütlich ist – man sollte den Vorteil der Mobilität ruhig ausnutzen – ist ja eigentlich nur vom Vorhandensein eines Laptops und eines Beamers mit dazugehöriger Projektionsfläche abhängig. Oder vielleicht sogar ganz ohne; haben ja alle ihr Gerät in der Hand.

Stelle mir das gerade vor, mmmhhh, eine verlockende Vorstellung. Am Sonntag ist bei uns Blogger- und Twitterer-Meeting; vielleicht kommt da schon mal so etwas rüber.

Lernspielwiese hat in ihrem letzten Blogeintrag „Von dem Meister lernen“ etwas Wahres über das Community Management gebloggt. Übertragen auf unseren Berufsstand kann man das sehr leicht: Beibringen kann ich einem anderen nur das, was ich selber nutze. Und wenn ich mein Handy nur zum Telefonieren nutze oder mich weigere, überhaupt ein Smartphone zu nutzen, dann kann ich eben meinen Nutzern die Nutzung der mobilen Dienste nicht überzeugend rüberbringen.

Oder vom Smartphone mal abgesehen; wenn ich die Web 2.0 Möglichkeiten nicht selbst benutze und erstelle; wie will ich dann darin andere schulen?

Aber das ist ja schon wieder ein ganz anderes Thema……

Mobil an der Uni

So langsam wird es, dachte ich mir, als ich letztens mal wieder abends in der Altstadt unterwegs war, um einen Vortrag aus der Reihe „Sprache und Medizin“ in der Uni zu besuchen.
Parkhaus passte, es war sogar noch etwas Zeit, um in einem der zahlreichen Coffeeshops einen kleinen Zwischenstopp einzulegen.
Am Fenster sitzend beobachtete ich den an mir vorüberziehenden Strom der Touristen, viele nicht die Häuser, sondern das Display ihres Smartphones betrachtend; ob sie sich gerade mit der „Heidelberg-App“ nach dem nächsten Highlight ihres Aufenthaltes erkundigten?
Nun, ich wollte die Zeit bis zum Vortrag nutzen und mich noch kurz über das Thema informieren, also wählte ich mich in das WLAN des Coffeeshops ein um auf der Homepage der Vortragsreihe nochmal schnell zu schauen, wer der Vortragende ist.
Inzwischen bietet ja fast jeder Kaffeeanbieter auch Internet und so tippelte ich, genüsslich an meinem Kaffee nippend, ein bisschen auf meinem Smartphone herum. Rechts neben mir ein junger Student, der sich wohl zum Lernen hierher begeben hatte, denn vor ihm versammelten sich nicht nur ein UB-eigenes Lehrbuch, sondern auch ein Smartphone und ein IPad. Und ja doch, erstaunlicherweise schrieb er abwechselnd auch noch auf einem Notizblock seine Anmerkungen.
So geht das also heute, lässig im Kaffee sitzen, die Bücher auf dem IPad etc. lesen, nebenher Emails und Termine checken und ansonsten die stickigen Leseräume meiden.

Unsere Geräte erkannten sich zwar als anwesend, aber ach, bevor sie miteinander anbandeln konnten, erinnerte mich ein sonores Vibrieren an meinen Vortrag, der in einer Viertelstunde beginnen sollte.

Nachdem ich kurz über den kommenden Vortrag im Abstract gelesen hatte, suchte ich noch schnell nach Infos über den Vortragenden, verirrte mich auf den nicht für mobile Geräte optimierten Seiten des Institutes und wurde durch zartes Klingeln an den Beginn des Vortrages erinnert. Ich habe es mir nämlich zur Angewohnheit gemacht, die zweite, meist sehr zeitnahe Erinnerung durch ein auffälligeres Klingeln zu kennzeichnen.

Im Hörsaal war es leidlich voll, der Vortrag war sehr wissenschaftlich und manchmal auch nicht für Laien verständlich. Da half es, dass im Hörsaal das universitäre WLAN verfügbar war, so konnte ich heimlich die unbekannten Termini googeln
recherchieren.
Da das Smartphone parallel der Vortrag aufnahm, konnte ich sicher sein, die inhaltlich unverständlichen Passagen danach noch einmal in Ruhe nachhören zu können. Schade, dass die Qualität nicht berauschend sein würde, aber dafür müsste dann schon ein Sitzplatz in der ersten Reihe her.
Oder ob der Veranstalter vielleicht den Vortrag aufnimmt? Ein kurzer Check auf der Homepage und tatsächlich, die vorangegangenen Vorträge existieren als Podcast!
Ah, jetzt wird es interessant, es wird über Literatur zum Vortrag gesprochen. Ein kurzer Ausflug auf die Seiten des Mobilangebots der Bibliothek, jawoll, das eine Buch ist sogar elektronisch vorhanden! Schnell mal ins Inhaltsverzeichnis geklickt… Mmhh, Kapitel drei liest sich interessant, gleich mal runterladen.

Glücklich und zufrieden fuhr ich nach Hause, loggte mich in mein heimisches WLAN ein, schickte das heruntergeladene Kapitel an meinen Drucker und anschliessend an mein Laptop.

Das, was uns in Fachkreisen als Zukunftsmusik dargestellt wird, ist längst Realität geworden.
Und je mehr wir Fachleute die mobilen Geräte selbst nutzen, desto leichter können wir uns in unsere Studenten hinein versetzen und noch adäquatere Dienstleistungen anbieten.
Schulungen auf Smartphones zum Beispiel;-))

Wie aus dem iPhone ein kindle wird…

Besitzer eines iPhones können sich freuen, hat doch  eine kindle Applikation für das iPhone und den iPodTouch herausgebracht. So ist es auch ohne kindle möglich, ebooks von Amazon zu erwerben.

Besitzer eines kindle 2.0 können ihr iPhone / iPod Touch nun mit ihrem kindle synchronisieren.

Die Applikation ist kostenlos, die Bücher, die man lesen will,  natürlich nicht.