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Mikogo ist keine Abart von Mikado, sondern…

Mikogo Icon
ein kostenloses Programm, das sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen Desktop Sharing ermöglicht.

Hört sich zuerst sehr technisch und abstrakt an, ist aber eigentlich eine genial einfache Anwendung, um zum Beispiel einem Nutzer, der telefonisch um Rat fragt, parallel über das Internet direkt auf das Desktop blicken zu lassen, wie man zum Beispiel eine Recherche ausführt.

So kann ich dem Nutzer die Recherche in Realität zeigen, er kann es nachvollziehen und sofort darauf reagieren; ein Punkt, der bei einmal erstellten Schulungsfilmen schmerzlich vermisst wird.

Funktionen:

  • Auswahl der Fenster, die den anderen gezeigt werden sollen; es können also Fenster vor den anderen verborgen werden, ebenso der Desktop, das Hintergrundbild…
  • Aufnahmefunktion, es kann die Session aufgenommen werden, die Aufnahme kann während einer Session unterbrochen und wiederaufgenommen werden. So kann eine aufgenommene Session gleichzeitig als Grundlage für einen Schulungsfilm etc. genommen und veröffentlicht werden.
  • Die Präsentation kann während der Session auch von einem der anderen Teilnehmer übernommen werden, also vom „Lehrer“ zum „Schüler“ wechseln – dann sehen alle Teilnehmer den Bildschirm des „neuen“ Lehrers und wieder zurück.
  • Regelmässige „Sitzungen“ können über einen Stundenplan geplant und buchbar gemacht werden.
  • mittels der Whiteboard-Funktion kann sozusagen auf dem Bildschirm farbig markiert etc. werden.
  • Es können sowohl an also auch zwischen den Teilnehmern Dateien verschickt werden. Die Annahme der Datei muss am Bildschirm bestätigt werden, es können also nicht „heimlich“ Dateien an einen der teilnehmenden Rechner geschickt werden.
  • Falls gerade mal was nicht klappt oder eine Unterbrechung von anderer Seite kommt; die Übertragung der Sitzung kann zwischendurch unterbrochen und dann wiederaufgenommen werden.

Zu den Kosten:

Erfreulicherweise ist das Programm kostenlos, ohne Hintertürchen, ohne ablaufende Trialversion oder aufpoppender Werbefenster.

Sicherheit:

Um die Programme installieren zu können, also auf der einen Seite das „Lehrerprogramm“ und auf der anderen Seite der Zugang zur Session muss man Administratorrechte auf seinem Computer haben.
Sollte man als Sessionteilnehmer einmal das Ausloggen vergessen haben; nach 10 Minuten Inaktivität der Session läuft diese automatisch ab und wird beendet.
Natürlich birgt die Remote-Funktion ein gewisses Risiko, wenn ich sie einfach so aktiviere; aber hier lädt man ja bewusst Nutzer dazu ein, auf den Bildschirm zu schauen. Was allerdings auch bedeutet, dass man vorher nochmal schnell auf seinen Bildschirm schauen sollte, dass nicht noch das Email-Fach offen ist oder Sonstiges nicht für andere Augen bestimmtes.

Einsatzmöglichkeiten:

N2B (Nutzer zu Bibliothekar) Anwendungen wie Auskunft, Beratung…
Webseminare für Nutzer
interne Weiterbildung

zusätzliche Features:

Aufnahmefunktion (man kann eine Session auch aufnehmen und den Nutzern danach zur Verfügung stellen)
Skype (haben die Nutzer eine Skypeverbindung, so kann man nicht nur stumm oder via Telefon mit ihnen sprechen, sondern kostengünstig auch über Skype)

Praxistest:

Steht noch aus. Voraussichtlich Ende Juli 2010

HEIDI für Mobiltelephone – Auch ohne VPN ins Uni-Netz?

In den zwei vorherigen Berichten über die Möglichkeiten, die Heidi für Mobiltelephone nun bietet, hatte ich ja über die Benutzung allgemein und über die Nutzung der E-Journals geschrieben.

Ein Aspekt, der damals nicht berücksichtigt worden war, ist die Frage, wie man an online vorhandene Dokumente rankommt. Denn auch wenn man sich durch Eingeben der Benutzungsnummer der UB und Passwort als Nutzer identifiziert hatte, war der Download doch oft nicht möglich; wurde man doch als „nicht auf dem Campus befindlich“ eingestuft, weil man ja über seinen Telefonanbieter im Netz unterwegs war.

Nun gibt es aber – wenigstens im Gebäude der Zweigstelle im Neuenheimer Feld 368 – die Möglichkeit, sich über den Tagungsaccount des URZ auch ohne VPN-Client in das Internet einzuloggen.

Wenn man also seinem Laptop die Anzeige der verfügbaren Netzwerke anzeigt, so bekommt man inzwischen nicht nur das Netzwerk UNI-HEIDELBERG, sondern auch das Netzwerk UNI-WEBACCESS  zu Gesicht, abgesehen von anderen ungesicherten PCs und dem Patienten-Internet, das von der benachbarten Kopfklinik herüberfunkt.

Nun verbindet man sein Laptop durch Anklicken mit dem UNI-WEBACCESS-Netzwerk, startet seien Browser und dann sollte sich die Anmeldeseite des Unirechenzentrums vorschalten.

Anmeldeseite des URZ zum Webaccess

Einmalig sollte man das zur sicheren Übertragung benötigte Zertifikat akzeptieren. Dann gibt man seine URZ-Kennung und sein Passwort ein und bekommt dann die Rückmeldung über das erfolgreiche Einloggen. Gleichzeitig öffnet sich ein kleines neues Fenster, über das man sich wieder ausloggen kann.

Zum Einen ist dieses Verfahren des Einloggens in ein „fremdes“ Netz bekannt durch das Einloggen in Hotelnetze, Wifi’s in Kongresszentren – im Rosengarten funktioniert es nach dem gleichen Prinzip – und zum Anderen braucht man eben keinen eigens zu installierenden VPN-Client.

So ist auch das Verbinden des Handys mit dem Uni-Netz kein Problem mehr, vorausgesetzt das Handy unterstützt WLans.
Mit dem Palm Pre, einem älteren Nokia-Modell, einem Android Desire und sogar einem IPod Touch, den ich testweise zur Verfügung hatte war die Verbindung möglich. Auch das Zertifikat zu akzeptieren machte keine Probleme.

Jetzt ist also auch über das Handy die volle Nutzung des Online-Angebotes der Bibliothek nutzbar, da man sich im universitären Netz eingeloggt hat und somit als auf dem Campus befindlich auch Zugriff auf die PDFs der einzelnen Aufsätze aus E-Journals, E-Books hat.

Heidi kann jetzt QR-Code

Ja, heimlich still und leise hat sich unser Opac doch eine weitere „Fremdsprache“ angeeignet, was der werte Nutzer doch tunlichst honorieren und nutzen sollte.

HEIDI Opac Ausschnitt

Und, habt Ihr es entdeckt, das winzige detail, das auf den versteckten QR-Code hinweist?

Es ist das kleine graue Quadrat neben der Signatur, das sich in ein bild mit QR-Code vergrößert, wenn man mit der Maus darüberfährt.

Jippieh, da ist es.
Was nun enthält der QR-Code für Informationen?

Es steht schon darunter geschrieben, lediglich die Signatur und der Standort sind hinter dem kryptisch anmutenden graphisch interessanten QR-Code verschlüsselt enthalten.

Intention ist es, dem Nutzer zu ermöglich, den QR-Code mit dem Handy abzuphotographieren und dann diesen mit dem entsprechenden Programm; für den Palm Pre wäre es die App QRdeCoder; zu entschlüsseln.
Hier im Kurzdurchlauf gezeigt:

Hier habe ich in der Application den QR-Code abfotographiert und das Programm ist gerade dabei, diesen zu entschlüsseln.

    Hier hat das Programm jetzt fertig und es wird – oh Wunder – die Signatur und der Standort angezeigt.

    • Würde nun jetzt bei dem Photo nicht gerade noch das Cover des Buches mit drauf sein, hätte ich jetzt ein kleines Gehirnjogging, denn spätestens nach dem 5. so eingescannten QR-Code wüsste ich nicht mehr, welches Buch zu welcher Signatur gehört.

    Doch wie nun weiter? Die App bietet mir nun an, das Ergebnis entweder als SMS oder Mail zu verschicken oder in die Zwischenablage zu legen.

    Doch was bringt mir das?
    Wenn ich mit einem Handy, das solch eine App laufen hat, im universitären Bereich unterwegs bin, dann nehme ich doch gleich die Mobilversion von Heidi und photographiere nicht umständlich QR-Codes vom Bildschirm ab.

    Obwohl, die mobile Version von Heidi hat einen gravierenden Nachteil, der vielleicht in der nächsten Version behoben wird: die gefundenen Treffer können nicht abgespeichert werden wie in der Desktopversion. Ich muss also auch hier auf die Krücke der Zwischenablage – beim Palm Pre kann man den angezeigten Bildschirminhalt in die Zwischenablage speichern und in eine andere App verschieben – zurückgreifen.

    Fazit:

    Schön dass Heidi nun auch QR-Codes anzeigen kann, der Sinn für dieses Gadget bleibt jedoch -noch- verschlossen.

    Suchmaschine für das „Social Web“

    Quasi eine Metasuchmaschine für das soziale Web ist der Dienst „Social Mention

    Unter Rubriken wie Blogs, Microblogs, Events, Bookmarks, Video … fragt die Suchmaschine die einsclägigen Dienste ab.

    Die Ergebnisse lassen sich unter anderem nach Datum oder Quelle sortieren.
    Ausserdem werden die Ergebnisse noch mit einem Ranking versehen, das sich aus der Häufigkeit der Nennung des gesuchten Begriffs errechnet.

    Mobile Welt – Soziale Netzwerke mit dem Handy

    Schon etwas älter, der Artikel, den ich da gefunden habe, aber interessant allemal und vorallem jetzt zu prüfen, was aus den Diensten geworden sit, die vor einem halben Jahr propagiert wurden.

    Cellphones look to gain a greater voice in an Internet world

    Office 2.0?

    Gibt es das, das dezentralisierte Büro? Oder besser gesagt das Büro ohne eigenen „festen“ Computer in eigenem Büro mit den verschiedensten Programmen?

    Nun, jeder kennt die Variante in grösseren Bibliothekssystemen, dass auf den Computern eine Handvoll Office-Programme installiert sind und das war es dann mit der Individualität des Arbeitens und Arbeitsplatzes!
    Wenn aber der eine Mitarbeiter seine Planung gerne mit Mindmaps macht und der andere seine Projekte mit einem Projektmanagement-Programm plant, dann beginnen die Probleme: Soll für jeden einzelnen ein lizenzpflichtiges Programm gekauft werden und auf den einzelnen Rechnern istalliert werden? Oder sollen die Programme campusweit eingekauft werden, für den Gebrauch für Einzelne?

    Die erstere Variante scheitert meistens an der Kapazität der IT-Abteilungen; die dann nur noch mit den Installationswünschen der Mitarbeiter beschäftigt wären; die zweite Variante am finanziellen Rahmen, der in kürzester Zeit gesprengt wäre!

    Doch inzwischen gibt es für dieses Problem vielfältige Möglichkeiten im Netz!
    Als erstes habe ich nach Alternativen für das Anlegen von MindMaps gesucht und einige Programme im Netz gefunden:

    Mindmeister und Mind42 werde ich jetzt als erste genauer testen; mal sehen, ob sie auch für den Einsatz auf mobilen Geräten geeignet sind.

    Weblogs in der Öffentlichkeitsarbeit – Mindmap vom Bibliothekartag 2008

    3. Juni 2008 Wissensvermittlung im Benutzerdialog TK 4

    Weblogs in der Öffentlichkeitsarbeit

    Ober der Link zum Online-Mindmap, das ich mal versuchsweise angelegt habe; da auf dem PC im Büro keine Mindmap-Software mehr installiert ist.

    Science 2.0 – die zweite

    hier noch ein Link zu einem Artikel aus der Science Vol. 319, S. 1349 ff , März 2008

    von Ben Shneiderman mit dem Titel:

    COMPUTER SCIENCE:
    Science 2.0

    Zusammenfassung folgt…

    Web 2.0 – Bibliothek 2.0 und nun Science 2.0 – ein neues Feld für Bibliothekare?

    Im Mai Heft der Scientific American stellt Mitchell Waldrop eine Frage, die anscheinend die amerikanische Wisseschaftler umtreibt: „Is posting raw results online, for all to see, a great tool or a great risk?“

    Die Forderung von Science 2.0 ist die, dass Wissenschaftler nicht erst ihre fertigen Ergebnisse Open Access in Zeitschriften etc. publizieren, sondern schon ihr – ich nenne es mal – „wissenschaftliches Tagebuch“, die Forschungsaufzeichnungen, in denen auch die misslungenen Versuche, die Irrtümer etc. verzeichnet sind, direkt online stellen, so dass andere Wissenschaftler sozusagen hautnah die Forschungen mit- oder nachvollziehen können. Und gegebenenfalls gleich Hinweise, Tipps und Rat geben können, weil sie das sich anbahnende Problem schon gelöst haben oder einen anderen Ansatz zu bedenken geben; kurzum das „kleine wissenschafltiche Gespräch“ auf dem Gang, in der Kantine etc., was ja oft zu überraschenden Ergebnissen führt, könnte so orts- und zeitunabhängig im Netz geführt werden.

    Der Artikel ist hier online zu lesen; das Interessantere sind die Kommentare, die bisher dazu eingegangen sind. Ein Kommentar befasst sich explizit mnit der Problematik des Auffindens der gesuchten Information in der dann zu erwartenden Datenflut und nannte als beisherige Quelle Amazon, Google etc. Bibliotheken kamen nicht darin vor; aber wäre das nicht gerade unsere Aufgabe; diese sozusagen „grau ins Netz gestellte Informationen“ suchbar und zugänglich zu machen?

    Wir sollten diese Entwicklung nicht aus den Augen lassen, das könnte eine Chance zur Profilierung der wiss. Bibliotheken sein.

    In Erwartung der nächsten Woche in Mannheim!

    Hier nochmals das letzte WEB 2.0 Seminar der UB in erinnerung gerufen.

    http://mh248.wordpress.com/