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Der Weihnachtsrabe Teil 3

Teil 3 von:

 

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Huuiii, plötzlich pfiff der Wind von hinten heran unter das Gefieder des kleinen Weihnachtsraben und zerzauste ihn gründlich. Die Wucht ließ ihn schwanken und so taumelte er durch die schneeschweren Winterwolken, wurde mal nach Norden, dann wieder nach Süden gezerrt und gab es schließlich erschöpft auf, in eine bestimmte Richtung fliegen zu wollen.
Er ritt auf dem Wind wie auf bockigen Ponys, warf ihn eine Böe ab, so ließ er sich einfach fallen und landete auf einer anderen, die ihn wieder weiter durch den schneeflockigen Winterhimmel trug. Immer mal wieder versuchte er einen Blick auf die Erde zu erhaschen um sich zu orientieren, aber die meiste Zeit war nichts als Weiß, Grau oder gar nichts zu sehen.

Ewig schien der wilde Ritt anzudauern, doch plötzlich ließ der Wind schlagartig nach und unser kleiner Weihnachtsrabe segelte tiefer und tiefer. „Gar nicht so schlecht“dachte er, „hier unten ist es auf jeden Fall wärmer“ und ließ sich inmitten einer flauschigen Kugelwolke mittreiben, ja geradezu einhüllen und einlullen.
„Autsch, was war denn das? Seit wann gibt es in kugeligen Flauschwolken Betonhindernisse?“. Verwundert schüttelte sich der kleine Weihnachtsrabe und fiel kopfüber in eine dunkle, schwarze, immer wärmer werdende Röhre. Verzweifelt kämpfte er gegen den Sog der Finsternis, aber vergebens, immer schneller ging es ins tiefe Dunkle hinein.
Wuuuuusch! Plötzlich rauschte es links und rechts von ihm. Wuuuuusch! Wuuuuusch! Es überholte ihn von hinten und verschwand vor ihm in der Ferne. Immer weiter zog und zerrte ihn der Sog vorwärts, es blieb ihm nur die Möglichkeit die Federn anzulegen und zu versuchen mit keinem dieser Wuuuuusch!s zu kollidieren.
Plopp! Urplötzlich war der Sog weg und unser Rabe war in ein Loch geplumpst.

„Pardauz, wo war er denn jetzt gelandet?“ Nachtschwärze umhüllte ihn immer noch  und obwohl er alleine in einer Art Käfig saß, war die Präsenz eines anderen Lebewesens fast körperlich spürbar!

„Aaaahhhhh, ein lebendes Federtier!!“ „Was hat die Rohrpost denn jetzt wieder angestellt?“ „Ich wollte doch ein Skeletttier und kein Federtier. Himmelherrgottnochmal, wenn man diese Menschen einmal was alleine machen lässt!!!!“ Grummelnd steckte Paulchen seine gebleichten Knochenfinger durch die Tür in der Eingangsbox der alten Rohrpost und fühlte.  „Federn…., noch mehr Federn, Ohrrr, alles nur Federn…. Halt, da war doch noch was…“ Er tastete weiter „Ey, lass meine Zehen in Ruhe“ krächzte der Weihnachtsrabe und hackte nach Paulchens knochigen Fingern. „Was erlaubst Du dir, Du Kopfkissenfüllung?“ knurrte dieser wütend zurück. „Ich rupf‘ Dir gleich was aus, Du….“

„Paulchen, was ist da vorne schon wieder los? “ rief es aus der Dunkelheit. „Kannst Du nicht einmal die Post holen ohne Krawall zu machen?“

Ein kleines Licht kam schwankend näher. „Da ist ein Irrtum in der Post“ grummelte Paulchen und zog sich beleidigt zurück. „Immer bin ich schuld!“

„Sakrament ist das duster hier“, schlurfenden Schrittes näherte sich eine hagere Gestalt, die eine schwachleuchtende Taschenlampe in der Hand hielt. „Alles altersschwach hier, schon wieder die Sicherungen alle rausgeflogen“
Er leuchtete in den Käfig „Mmhh, mmhh, na endlich! Zwar nicht ganz genau das, was ich erwartet habe, aber immerhin.“ Mit diesen Worten griff er sich den kleinen Weihnachtsraben und holte ihn aus seinem Gefängnis.
„Wo ist denn nur???“ Suchend schaute sich die hagere Gestalt um und, als sie wohl nicht das fand, was sie suchte, setze sie den kleinen Weihnachtsraben auf ein stubiges Katheder. „Nicht wegfliegen, muss nur mal für Licht sorgen“ grummelte der alte Anatom, denn niemand anders war diese hagere Gestalt.
Vorsichtig schüttelte der kleine Rabe seine Federn, plusterte sich kurz auf, wohl auch um sich größer zu fühlen und hopste auf dem Katheder hin und her. „Wie sollte er denn bei dieser Dunkelheit fliegen, also diese Menschen haben Vorstellungen“ Krächzend legte er den Kopf zu Seite und lugte vorsichtig umher, denn irgendwie fühlte er sich beobachtet.
Plötzlich flackerten gelblich an der Decke einige Glühbirnen auf und tauchten den Raum in ein heimelig warmes Licht.

Und richtig, da hinter einer der vielen Vitrinen, die hier anscheinend kreuz und quer im Wegen standen, lugte Paulchen hervor. Jetzt, wo sich die Dunkelheit gelichtet hatte erkannte unser kleiner Weihnachtsrabe, was sich da so über sein Federkleid aufgeregt hat: ein Skelett!!! Klapperdürr und schon ein bisschen in die Jahre gekommen, wenn man das Alter an der Anzahl der noch verbliebenen Zähne festmachen wollte, aber sonst durchaus lebendig. „Na dann ist ja klar, wieso Du mir an die Knöchelchen wolltest!“ Aufmunternd hüpfte der kleine Rabe in Richtung der Vitrine. „Aber ich sage Dir eins: Rupfen lasse ich mich nicht! Ich bin ein Weihnachtsrabe und keine Weihnachtsgans; das solltest Du inzwischen bemerkt haben!

„Hagen, Hagen, das Federtier spricht!!“ Wild fuchtelnd klapperte Paulchen in die Richtung, aus der gerade der alte Anatom angeschlurft kam. „Was erzählst Du denn da wieder für einen Unsinn, hast Du heute morgen Deine Nase wieder zu tief ins Chloroformgas gesteckt? Du weisst genau, dass das Deinen Knochen nicht gut tut!“ „Aber er spricht wirklich“ „Ach quatsch, nur mein alter guter Hfran konnte sprechen“
Trotzdem näherte sich Hagen dem kleinen Raben, der nun ganz still an einer Ecke des Katheders saß. Die Gedanken kreisten nur so in seinem Kopf. „Ein sprechendes Skelett und ein Mensch, der den legendären alten weißen Hfran gekannt hatte?“

Hagen musterte den schwarzen Federball auf seinem Katheder und flüsterte „Sag mal, kannst du wirklich sprechen?“ „Na klar kann ich das und wo bin ich hier eigentlich und was macht dieses Knochengestell da. Der soll bloß seine Finger von meinen Federn lassen und und und…“ „Halt halt halt!.“ lachte Hagen „nicht so schnell und nicht alles gleichzeitig!“
„Also ich bin Hagen, der Anatom hier und das ist unser Hausskelett Paulchen und keine Sorge, der will dich nicht rupfen und verspeisen!“ „Verschwörerisch blickte er sich um und flüsterte dann, ganz tief zum kleinen Weihnachtsraben gebeugt „der hat sich nur zu Weihnachten einen Spielgefährten gewünscht und wenn sich ein Skelett jemanden wünscht, dann sollte derjenige natürlich nicht mehr allzuviel auf den Rippen haben!““Komm hervor, Paulchen, ich glaube unser gefiederter Freund hier hat jetzt keine Angst mehr vor dir!“ Schmunzelnd strich Hagen dem kleinen Weihnachtsraben über die Rückenfedern und winkte Paulchen zu sich. „Du darfst ihm aber nicht wieder mit Federnrupfen drohen; hörst Du?“
„Jaja, ist schon gut“ maulte Paulchen und beäugte den Raben argwöhnisch. „Aber was sollen wir denn hier mit einem Vogel?“ Er stocherte in Richtung Katheder, der will doch wohl nicht unsere Knochenkisten plündern, oder?“ Herausfordernd blickte er um sich.

Knochenkisten, Federnrupfen, so langsam wurde es dem kleinen Raben Angst und Bange. Wo war er da wohl hingeraten? „nein, nein, ich ich ich habe mich verflogen, also ich wurde hierhergezogen, durch so ein großes schwarze Röhre, ich will wirklich keine Umstände machen oder hierbleiben. Ich bin wirklich nur aus Versehen hier gelandet.“ Paulchen ließ seinen Knochenfinger sinken und schien in sich zusammenzuschrumpfen. Unmerklich nur, aber es hatte den Anschein, als ob ihn irgendetwas enttäuscht hatte. Hagen bemerkte dies nicht, schaute er doch verzückt auf den kleinen Raben und murmelte „Wie mein Hfran, genau wie mein Hfran seinerzeit“ Aber unser Weihnachtsrabe wäre kein Weihnachtsrabe, wenn er Paulchens Reaktion nicht bemerkt hätte. „Aber vielleicht kann ich ja ein paar Stunden hier bleiben bis zum Abend und Euch etwas Gesellschaft leisten“

Mit diesen Worten hüpfte er an den Rand des Katheders und flatterte vor dort auf die nächstgelegene Vitrine. Neugierig bog er seinen Kopf herab und versuchte zu entziffern, was auf dem Schild unter ihm an der Scheibe angebracht war. „Schinderhannes“ entzifferte er krächzend und „Höööölzhölz“ uuups, kopfüber plumbste der kleine Rabe von der Vitrine auf den Boden „Hölzerlips“ las Paulchen ihm vor und streckte seine Hand aus, was der kleine Rabe als Aufforderung verstand dort Platz zu nehmen. „Das war mein Urururgroßvater“ erklärte er stolz und legte seine Stirn an die Scheibe, manchmal wünsche ich mir, auch mal so berühmt zu werden wie er.“ „Weißt Du, dass er als Begleiter immer einen Raben mit dabei hatte, der hoch oben in den Bäumen saß, wenn sie irgendwo ihr Lager aufgeschlagen hatten. Und immer, wenn Gefahr drohte, hat er sie gewarnt.“ „Ja“ seufzend wandte sich Paulchen ab „so einen Freund hätte ich auch gerne mal“.
„Aber du hast doch Hagen, der Dich wohl sehr mag, glaube ich“ antwortete der kleine Rabe, dem die Traurigkeit an Paulchen zu Herzen ging. „Aber das ist nicht dasselbe“ flüsterte Paulchen „Hagen hat nicht nur mich zum Freund, sondern noch andere Menschen und Knochen und an manchen Tagen stehe ich nur stumm in meiner Ecke und muss mich von Kindern befingern lassen, die hier alles antatschen und rumschreien und mit mir tanzen wollen und so.“

„Paulchen, wo treibst Du Dich schon wieder rum? Du weißt doch, dass bis heute Abend noch einiges zu tun ist! Wir müssen noch die Schädel polieren und die Rippen von Lucy sind auch schon wieder durcheinander geraten!“
Aus den Tiefen des Anatomicums erklang Hagens ungeduldige Stimme. „Siehst Du, jetzt bräuchte ich einen Freund, der mir nicht das Gefühl gibt, hier immer nur allein die brave helfende Knochenhand zu sein“ wandte sich Paulchen seufzend zum kleinen Weihnachtsraben und schlurfte Richtung Hagen.

Nachdenklich schaute ihm der kleine Weihnachstrabe hinterher, als er plötzlich einen Sog an sich ziehen spürte, der ihn gnadenlos mit sich zog. „Was war denn jetzt schon wieder lo“s, dachte er unwillig, hatte er sich doch vorgenommen, noch eine Weile bei Paulchen zu bleiben und ihm Gesellschaft zu leisten.

Aber es zog ihn gnadenlos Richtung Rohrpoststation und ehe er es sich versah, war er in einer Kapsel gefangen und Wuuusch!  in den Tiefen des Rohrpostsystems verschwunden.
Plopp, plopp, landete er in einer Verteilstation und blickte um sich! Unzählige Kapseln sausten um ihn herum, stoppten an den verschiedenen Kreuzungen und schlugen die verschiedenen Richtungen.
Plopp, plötzlich landete eine Kapsel neben ihm, drehte sich dreimal um ihre eigene Achse und… blieb stecken. „Na sowas“ dachte der kleine Rabe verwundert, als er einen genaueren Blick in die Kapsel warf während er versuchte, sie in die richtige Position zu ruckeln. „Das sieht doch nach einer Lieferung für Paulchen aus!“ Noch einmal an der Lasche gezogen und Wuuusch, die Kapsel machte sich auf den Weg ins Anatomicum. „Flieg, kleiner Knochenrabe und grüß mir meinen Freund“ flüsterte der kleine Weihnachtsrabe noch hinterher, als auch seine Kapsel sich wieder in Bewegung setzte und er im Dunkel der Rohrpostanlage verschwand.

Plopp machte es in der Rohrpoststation des Anatomicums und Paulchen schlurfte langsam zur Tür. Gerade hatte Hagen die Arbeiten für beendet erklärt und angefangen, die Lichter zu löschen. „Was denn jetzt noch“, dachte er unwillig, als er die Kapsel aus dem Eingangskörbchen fingerte und plötzlich zog sich ein Grinsen über sein knochiges Gesicht und er machte einen Freudenhüpfer. „Danke, kleiner Weihnachtsrabe“ flüsterte er gerührt, als er die Kapsel öffnete und ein kleiner, knochiger Skelettrabe auf seine Hand hüpfte.
„Krahkrah“ schüttelte der seine knochigen Flügel und wetzte seinen Schnabel an Paulchens Kiefer. „Ja, Dir auch ein weihnachtliches Krakrah“ antwortete Paulchen, setzte sich den Knochenraben auf seine Schulter und verschwand beschwingt im Anatomicum.

 

 

 

 

 

 

Der Weihnachtsrabe Teil 1

Das Feuer brannte nicht mehr. Nur noch kleine Glutreste gaben ein fahles Licht aus dem Kamin ab; das Licht war schon vor Stunden erloschen und der Nachmittag draussen vor dem Fenster so düster und grau, dass auch von dort kaum mehr Helligkeit in die Dachkammer einströmte.
Auf den ersten Blick schien das Zimmer verlassen, der Lehnstuhl vor dem Kamin war schon lange nicht mehr benutzt worden, eine dicke Staubschicht hatte stattdessen auf ihm Platz genommen. Auf dem Kaminsims stand noch ein vertrockneter Strauss Sommerblumen, die beim geringsten Windhauch ihre Blütenreste auf den Boden rieseln liessen.

Der Wind rüttelte an den klapprigen Fensterrahmen und verlangte energisch Einlass; ein Geräusch, das in der Ecke links neben dem Kamin plötzlich Leben zutage treten liess: ein kleiner Bibliotheksrabe schüttelte verschlafen seine Federn, wetzte das Schnäbelchen und hüpfte aus seinem Nest.
Verwundert blickte er sich um; so dunkel schon! Und kein anderer Rabe mehr da; die L(e)iste lag verlassen da; der Ort, wo sich sonst immer täglich mehrere Dutzend Raben getummelt hatten; alle ausgeflogen. Kein Federchen wies auf deren frühere Existenz überhaupt hin; ja der ganze Ort kam dem kleinen Raben immer unwirklicher vor.

Da! Plötzlich vernahm der kleine Rabe ein Geräusch wie von Flügeln, die aus weiter Ferne heranrauschten; es staubte und raschelte plötzlich im Kamin und pardauz! Unversehens stand ein grauer, reichlich zerzauster Rabe vor ihm! Krah krah, krächzte der alte unwirsch, schüttelte sich, dass der Kohlenstaub nur so aufstob und schaute sich dann in aller Gründlichkeit um. Nicht lange, dann fiel sein Blick auf den kleinen Raben und verwundert hüpfte er näher. „Was machst Du hier? Fragte er verwundert, warum bist Du denn nicht mit den anderen geflogen?“ Der kleine Rabe schaute verschüchtert aus seinen Federn und krächzte jämmerlich „Ich, ich habe geschlafen und geträumt und es war so schön kuschelig und gemütlich in meinem Nest“ „Und da hast Du den Abflug der anderen verschlafen!“ vervollständigte der alte Rabe den Satz; das ist ja mal wieder typisch, einer schafft es doch immer wieder nicht rechtzeitig aus dem Nest. Und wie soll das jetzt weitergehen mit Dir?  Schau Dich doch mal um, das ist hier alles von gestern, damit kannst Du keinen Hund mehr hinter dem Ofen herauslocken!“ Der kleine Rabe verstand nicht, „wen sollte er herauslocken?“

„Na schau doch mal, alles ist verstaubt und angejahrt; kein Wunder dass sich Deine gefiederten Kollegen schon längst auf zu neuen Ufern gemacht haben! Die wollten auch nicht mehr nur auf alten Möbeln sitzen und frieren im Winter! Oder würdest Du hier noch anere Raben einladen? “ Beschämt schüttelte der kleine Rabe seinen Kopf und sein Schnabel sank mutlos immer tiefer Richtung Boden.  „Aber wo sind die anderen denn hin?“ fragte er zaghaft „werde ich sie denn nie mehr wiedersehen?“

„Tja, das liegt an Dir ganz allein, ob und wo Du sie finden wirst“ erwiderte der alte Rabe, nachdem er auf den verstaubten Lehnstuhl gehüpft war, etwas von der Füllung aus der Sitzfläche gezogen und es sich in der entstandenen Kuhle bequem gemacht hatte.

Der kleine Rabe wäre gerne zu ihm hinaufgehüpft und hätte sich ein bißchen angekuschelt, aber er traute sich nicht und so blieb er zu Füssen des Lehnstuhls sitzen. „Und wie?“ fragte er nach einer Weile, in der der alte Rabe schweigend gesessen und vor sich hin gedöst hatte.
„Wie soll ich das anstellen?“ Plötzlich fühlte er sich allein und hilflos.
„Nana, nun mal die Federn nicht hängen lassen, flieg zum Fenster hinaus und schau Dich draussen in der Welt um, nur nicht zu zaghaft!“

Und mit einem aufmunternden Krah! Krah! schubste er den kleinen Raben zum Fenster, stiess es mit einem energischen Schnabelhieb auf und nötigte den kleinen Raben, hinaus auf den Fenstersims zu hüpften.
Hui! Wie der Wind durch die Federn pfiff; der kleine Rabe konnte sich kaum auf den Beinen halten, so zog und zerrten die Windböen an seinen Federn und auf einmal fühlte er sich so leicht und schwerelos, dass er vor Freude aufkrächzte, ein paar Mal mit den Flügeln schlug und sich dann vom Wind hinwegtreiben liess.

Zufrieden blickte der alte Rabe dem kleine Federknäuel nach, bevor auch er, ohne noch einen Blick zurück in die dunkle Dachkammer geworfen zu haben, mit einem leichtem Flügelschlag sich vom Sims löste und verschwand.

Fortsetzung folgt…