Chatprotokoll

Sag zum Abschied leise Servus liebe Theke

imageNun ist es Realität, unsere Bibliothek  hat keine Theke mehr!
Jahrelang hat sie uns durch unseren Arbeitsalltag begleitet; trat mehr oder weniger regelmäßig in unser Bewusstsein,.
Stets war sie ein Ort, um über die grossen Ereignisse des Hauses informiert zu werden, aber auch die kleinen Vorkommnisse, die es nicht auf die grosse öffentliche Bühne geschafft haben, hier hat man davon erfahren.
Aber nicht nur Dienstliches gab es, nein auch private Buch Tipps von Kollegen, kleine Jubiläen, Randnotizen des beruflichen Zusammenseins.
Doch nun ist sie ein Opfer von Facebook und Co. geworden. Die Mitarbeiterzeitschrift der UB wurde mit dem Heft 1/2015 eingestellt.
Durch den Facebookauftritt, das offizielle Blog und  die diversen internen Mailinglisten sei die Theke als Mitarbeiterzeitschrift überflüssig geworden, heisst es im Editorial.
Aber stimmt das wirklich?
Wo bleibt die Presseschau, die Lesetipps, der Bericht über einen gemeisterten Vorfall in einer Institutsbibliothek?
Die Vorstellung neuer Kollegen, die Abschiedsworte altgedienter KollegInnen, der runde Geburtstag und und und…?

Alles keine Inhalte, die auf Facebook oder dem Blog gepostet werden sollen. Denn es sind Interna, die jetzt nicht gerade den Informationswert für unsere Benutzer/Follower haben.
Natürlich kann man solche Nachrichten in die interne Mailingliste stecken; aber Hand aufs Herz „Wie unpersönlich ist das denn?“
In der Mailingliste werden Dienstpläne; Ausfälle von Aufzug, Server etc. publiziert.  Das ist etwas Flüchtiges, da gehen solche Nachrichten im Strom unter; kein Mensch wird sich hinsetzen und die Mail über das Fest XY am Soundsovielsten vor 3 Jahren raussuchen. In der Mitarbeiterzeitung kann man mal schnell nachschlagen; sieht vielleicht noch ein Foto dazu und kann sich erinnern. Und beim Rumblättern noch auf dieses oder jenes stossen; sich vielleicht mit der UB als Gemeinschaft der Mitarbeiter eingebunden fühlen. Als ein Teil des Ganzen, für und von dem diese Zeitschrift gedacht war.
Für mich ist das ein Stück Organisationskultur; dass die Mitarbeiter nicht nur als Diensttuende wahrgenommen werden, sondern als Gemeinschaft, die auch ausserhalb der Arbeit sich vielleicht mit der UB verbunden fühlt.
Und das vielleicht auch so nach aussen transportiert.
Aber nun ist es vorbei; die Theke ist abgebaut.

ADIEU, ich werde Dich vermissen!

Geologie auf dem Tablet

Geology-ID: Idaho geologisch:
http://www.3gapps.de/geology-id

Geologie des Rousillon per App erradeln:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.camineo.luberonDLFR

Geologenkompass – GeoCompass 2.9:
http://www.computerbild.de/download/apps/Geologenkompass-GeoCompass-10839643.html

Geologische Uhr:
http://www.urweltmuseum.de/urweltmuseum/geo/geologische-uhr/

iGeology: Großbritannien geologisch:
http://www.bgs.ac.uk/igeology/

I have a Dream……

vom innovativen Lernen einer Institution…. Von einer Kultur des Austausches und freiwilligen Weiterbildens untereinander…. Von der Unterstützung meiner Institution Zukunft zu erfinden, auszuprobieren und zu planen…. Von einem innovativen, kreativen, ungezwungenen Kreis engagierter Bibliothekare, am Lehrprozess Beteiligter, Studenten etc. und fachfremder, aber zukunftsorientierter, meinetwegen Nerds, mobile- Learning…..Interessierter… In Heidelberg!!!

Ob er jemals Realität werden kann?

Besuch vom Weihnachtstwichtel

Uiuiui, da war der kleine Rabe mal für ein paar Tage aus seinem Nest gen Süden geflattert, um für das bevorstehende Weihnachtsfest noch einmal die Federn gründlich im schwäbischen Meer zu baden und dann kohlrabenschwarzfeiertagsglänzend zurückzukehren.
Als er frisch und voller Tatendrang über die Schwelle flog sah er schon, dass er Besuch gehabt haben musste. Sein Schreibtisch, an dem er seine Tage im sorgsam zurechtgezupften Aktennest zu verbringen pflegte, bog sich unter der Last eines großen Pakets fast bis auf den Boden durch.

Aufgeregt flatterte der kleine Rabe umher; wie konnte es sein, dass er soooo ein großes Paket bekommen hatte? Er hatte doch gar nichts bestellt; keine Bücher, weil er immer noch etwas flügellahm war, die Geschenke für die Rabenfamilie lagen schon längst gut versteckt in den Ecken seines Schlafnestes….
Ratlos setzte er sich auf eine Ecke des höchsten Bücherstapels, der gerade neben seinem Nest aufragte und zupfte an seinen kohlrabenschwarzfeiertags-glänzenden Federn herum. Plötzlich kam ihm ein Gedanke, flatterte ihm sozusagen im Geist herum und verschwand wieder. Merkwürdigerweise hatte der Gedanke die Gestalt eines kleinen blauen adipösen Vogels….

Und plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Da war er doch, vor langer langer Zeit, einmal in einer Voliere mit lauter blauen adipösen Vögelchen gewesen, die gezwitschert hatten, als ginge es um ihr Leben. Und da der kleine Rabe sehr kommunikativ war, hatte er eine Weile ganz intensiv mitgezwitschert.
So langsam dämmerte es ihm, er hatte damals einem süssen kleinen Zwitscherer, der sich aber merkwürdigerweise für eine @Giraffi hielt, seine Nestadresse ins Ohr gezwitschert. So wegen Weihnachten und so.

Sollte das in Wirklichkeit ein Weihnachtstwichtel gewesen sein?
Tatsächlich, das Paket duftete verdächtig nach weihnachtlichen Leckereien und so konnte der kleine Rabe nicht lange widerstehen und zupfte mal hier an einer Ecke, mal da am Paketband und schwups, plötzlich war eine Seite offen!
Na nu isses ja auch schon egal, dachte der kleine gierige Rabe und öffnete das Paket vollends. Und staunte mit offenem Schnabel, was ihm da alles so entgegenpurzelte.
Päckchen über Päckchen, ein jedes fein und liebevoll verpackt!
Plötzlich zuckte er zurück, blickten ihm doch vier Nachteulen entgegen; und als Rabe hat man einen gehörigen Respekt vor Eulen; sitzen sie doch meistens in den dunklen Regalen mit den schweren Wälzern über Philosophieoder den Sinn des Lebens und blicken stumm und wissend.

Aber nein, bei genauerem Hinsehen bemerkte er, dass diese vier hier bunt und liebevoll „Frohe Weihnachten“ wünschten und eine reizende Botschaft, was es mit all den Päckchen auf sich hatte, in ihren Schnäbeln trugen.
Da hatte der Weihnachtstwichtel aber gaaaanz tief in die verborgenen Abteilungen der kleinen Rabenwelt geblickt und nachgedacht, womit er eine Freude bereiten könnte.
Nicht nur einen originalen struwweligen Musikus, nein, auch orientalische Köstlichkeiten und als Gegenpart heimatliches Kunst- und Backhandwerk fanden sich in den Päckchen. Und Teesorten, von denen der kleine Rabe noch nie gehört hatte.

So konnte der Winter kommen, mit Lesestoff, Backwerk, einem kleinen Schneemann als Kameraden und einem heißen Tee, wenn der Wind mal wieder um das Bibliotheksnest brauste und ein kleiner Rabe sich besser nicht hinaus wagte.

Erschöpft vom vielen Auspacken, Freuen und Staunen über seinen lieben unbekannten Weihnachtswichtel hüpfte der kleine Rabe in sein Nest, steckte den Schnabel unter seine Flügel und träumte vom kleinen blauen Vogel Giraffi!

 

 

 

LieblingsbücherChallenge Monat 1: Oktober 2013

Wow, geschafft! Und es ist noch Monat übrig! Nur zum rechtzeitigen Bloggen hat es nicht mehr gereicht;-) Die Bücherphilosophin möge es mir verzeihen.
Nein, es ist nicht einen der neuen Bücher von der Buchmesse, nein, es ist auch nichts intellektuell hoch anspruchsvolles und nein, eigentlich war es auch kein echtes Lieblingsbuch, denn ich hatte zuvor nur den Film gesehen, aber der hatte dazu geführt, dass ich mir das Buch herunter geladen und in sehr kurzer Zeit durchgelesen habe:

Illuminati von Dan Brown

Mich faszinierte die Kombination aus Rätselei, Kunsthistorik, die Rolle der Bibliothek und Bücher. Naja, und spannend darf es ruhig auch mal sein.

Beim Lesen hat mich die Verknüpfung zur Kunst und Architektur immer wieder dazu verleitet, in Wikipedia oder anderen Quellen nachzuschlagen; wieder etwas Neues über Kunst zu lernen; mal den Stadtplan von Rom anzuschauen, sich wieder an einen Vortrag aus dem Rechtshistorischen Institut über die Illuminati – im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaft 2006 oder 2007 – zu erinnern.

Ja, ich glaube dieses Buch werde ich nicht das letzte Mal gelesen haben.

Da ich es als E-Book gelesen hatte, hätte ich mir ja am liebsten eine interaktiver Version gewünscht; also mit jederzeit verfügbarer Verlinkung auf den Stadtplan, auf den Katalog der Vatikanischen Bibliothek, auf ein Digitalisat des Werks von Galileo, auf das Werkverzeichnis von Bellini…….
Aber bis solche Bücher produziert werden……

So, nun auf zum Novemberbuch „Far from the madding crowd“ von Thomas Hardy. Das ist aber nun wirklich ein Lieblingsbuch; dementsprechend sieht die Taschenbuchausgabe auch schon aus.

Mobiles Phänomen:das ÜberallBloggen

Gerade einen online Kurs zu Adobe Connect beendet, überkommt mich auf dem Weg zum Auto die Lust das Erlebte gleich zu verbloggen. Also Smartphone gezückt, BloggApp gestartet und losgetippelt. Nun ist der Weg nicht all zu weit gewesen – hatte heute morgen Glück und ganz am Rand einen Platz gefunden – und leider brauche ich immer noch beide Hände zum Fahren. Also mal die Diktatfunktion ausprobiert, Smartphone in die Halterung geparkt und lustig drauflos geplappert.
Jetzt zuhause das Tablett auf dem Küchentisch gelegt, ne Stulle gemacht und weitergebloggt. Naja, erstmal den Kauderwelsch der Diktatversion verbessert äähh gelöscht und neu geschrieben ;-)) und nun entspannt diesen kleinen Einblick in mein Blogleben geschrieben.
Eigentlich doch phantastisch, wenn man bedenkt, wie man immer und überall an einem Text weiterschreiben kann und nicht immer nur auf einen Platz eingeschränkt ist.
Was natürlich nicht bedeutet, dass man die nötige Sorgfalt hinsichtlich Rechtschreibung und Recherche der Quellen, Verlinkungen etc. deshalb völlig außer Acht lassen sollte.
Aber wie oft tut sich ein Zeit/Wartefenster auf, in dem man mal kurz noch weiterschreiben oder überarbeiten kann.
Also ich blogge eigentlich überall, habe keine örtlichen/ Gerätepräferenzen, und wie sieht es bei Euch aus?

Galten und gelten wir Bibliothekare nicht auch als Verwalter und Hüter

unserer Muttersprache?

Oder hänge ich da einem völlig veralteten Bild nach?
Und ich meine hiermit nicht, dass wir auf sämtliche Anlgizismen verzichten müssen. Was heutzutage üblich ist, weil es nun einmal aus dem englischsprachigen Raum kommt… in Gottes Namen, aber müssen wir jetzt unbedingt alles verdenglischen???

Wir hatten letztens einen Workshop, also einen Kurs und der Kursleiter – erstaunlicherweise würde keiner auf den Gedanken kommen, ihn Workshopleiter zu nennen – benutzte mehrmals den Ausdruck „Wording“. Also er hätte den Satz jetzt so geworded: …. mehrmals das Wording „Wording“.
Hallo, dafür gibt es doch bitte den genauso kurzen „Ausdruck“, oder die „Formulierung“.

Aber wahrscheinlich bin ich jetzt wohl doch bald in dem Dienstalter angekommen, in dem ich mir langsam die Brille aufsetzen und einen Dutt legen sollte. Vielleicht müssen wir uns ja durch diese Ausdrucksweise beweisen, wie modern und auf der Höhe der Zeit wir sind.
Trotzdem finde ich es schade, wenn auch wir ganz so bedenkenlos unsere eigene Sprache „vergessen“

„Krah Krah krächzt der Rabe leicht verwirrt,
ist er doch bald nur noch ein Bird!“