Das Aussterben der traditionellen Verlage

Beschäftigt nicht nur uns Bibliothekare…
Hier ein kurzer Podcast von der Leserseite:

Gassipod

Viel Vergnügen beim Lesen / Hören!

Der Rabe flattert wieder!

So, nach einer kollisionsbedingten Auszeit – immerhin ist so ein Rabe ja keine Fledermaus mit eingebautem Radar -ist inzwischen genug Genesungszeit vergangen, so dass das Rabenhirn sich so langsam wieder mit den angenehmen Dingen des Lebens beschäftigen kann. Und aus der Situation heraus, kein eigener PC, nur Ipod und Smartphone bzw. hin und wieder leihweise ein Ipad 1; zeigen sich doch Unterschiede im Handling der verschiedenen Dienste, Webseiten, Blogs etc.
Und was lenkt von Schmerzen und dunklen Gedanken am besten ab? Richtig, die Beschäftigung mit etwas, woran einem gelegen ist; was einen interessiert, was einen gefangen nimmt. Und das nimmt mich eben gefangen. Puh, hoffentlich sind die anderen Mitbenutzer dieses einzigen öffentlichen PCs nicht sauer, wenn ich hier ab jetzt meine Blogs schreibe. Naja, zur Not werde ich eben vom Raben zur Nachteule!

In diesem Sinne

bis bald!

Katalogisieren für die Katz’?

Das frage ich mich langsam, während ich hier eine Landkarte nach der anderen der Öffentlichkeit als Katalogisat zugänglich mache.
Wofür geben wir Daten wie Koordinaten, Maßstab, Projektion etc. an, wenn sie dann in den einschlägigen Katalogen nicht ausgewertet werden können?
Was hilft mir eine Kartenkatalogisat, das intern als Monographie geführt wird und dementsprechend von den Literaturverwaltungsprogrammen auch nicht als Karte erkannt wird (und mit den dementsprechenden Kategorien angezeigt wird), sondern als Monographie geführt wird.  So bleiben die vorher manchmal mühsam ermittelten Informationen ungenutzt und dienen letztendlich nur dem Selbstzweck???

Weder Citavi noch Endnote erkennen Landkarten als Karten (obwohl es diese Dokumentenart bei beiden Programmen gibt), sondern geben diese als Monographien aus.

Zuerst dachte ich „ok, das liegt an unserem lokalen Opac, da werden die Daten eben nicht eingespielt.“ Aber nach einem Download der Daten aus dem SWB änderte sich nichts. Karten wurden wieder als Monographien geführt.

Nun mag der fgeneigte Leser irritiert fragen „was macht das für einen Unterschied?“ Nun, wie soll ich einem Student der Geographie erklären, dass er zwar Karten durch eine Titelsuche finden kann; aber die Unterscheidungsmerkmale des Maßstabes und der Koordinaten nicht einsetzen kann und zwischen einer Deutschlandkarte mit dem Maßstab 1:100 000 und einr mit dem Maßstab 1:1 000 000 ist ein sehr großer Unterschied! Im Titel können sie aber ganz unschuldig gleichlauten: „Topographische Karte Deutschlands“

Genauso peinlich ist es bei Schulungen zu den verschiedenen Literaturverwaltungsprogrammen, wenn man eine Gruppe Geographen vor sich hat und das Programm in dieser Hinsicht schlicht und einfach „versagt“.

Der Rabe krächzt verduzt und dumm
und sitzt auf seinem Globus rum.

 

Wer noch spannende Sommerlektüre

benötigt, der schaue sich mal diese lobenswerte Aktion an:

„Buchversteigerung für einen guten Zweck“

Nicht jeder möchte seine Bücher in den Container geben oder Schutzlos den Elementen überlassen, doch was tun, wenn die Regale in der Wohnung sich bedenklich biegen und der Nachbar unter einem schon Stützbalken in die Wohnung einziehen will ob der Bücherlast darüber?

Eine sehr schöne und gleichzeitig soziale Aktion hat jetzt ValentinHD gestartet; vielleicht braucht ja noch der eine oder andere ein spannendes Buch für den (sowieso verregnteten;-)) Urlaub.

Das Handy als Scanner – die Fotos

0102a02b02c02d02f
02g02h04b060708
10camscanner_Menue00EinscannenPDF erstellen

Das Handy als Scanner, ein Album auf Flickr.

Über Flickr:
Fotos zum Blogbeitrag „Das Handy als Scanner“ bei corvuscorax.wordpress.com

Büro-Alltag-Apps – Das Handy als Scanner

Das Handy als Scanner

Mal schnell ein Scan von einer Buchseite, einem Poster oder ähnlichem erstellen? Und das am besten noch gleich als PDF an eine Mail hängen können etc.
Mit der richtigen Scan-App  spart man sich den Weg zum Scanner (der ja sowieso immer von Benutzern belegt ist und wer will sich da schon dazwischen drängeln? ;-) ) und kann schnell mal sein Büro in ein papierloses verwandeln.

Es gibt natürlich eine Reihe von Scan to Pdf-Apps, ich möchte hier die App

  • CamScanner 

vorstellen, einfach aus dem Grund, weil sie sich im Einsatz bewährt hat und gegenüber den anderen wohl auch den besten „Output“ liefert. Aber das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung ;-) )

Was macht die App
In einem Satz ausgedrückt: Sie macht aus dem fotografierten Bild (oder mehreren Bildern) ein PDF.
Wenn das jedoch alles wäre, dann wäre sie nur eine App unter vielen, aber es kommen nocht ein paar gute Funktionen hinzu:

  • das Bild wird geradegerückt und entzerrt, soweit dies möglich ist (somit werden auch schräg aufgenommene Dokumente ansehnlich)
  • das Bild kann nach rechts und links rotiert werden
  • der Ausschnitt, der in ein PDF umgewandelt werden soll, kann ausgewählt werden
  • die Schrift wird verstärkt
  • reicht 1 x bearbeiten nicht aus, so kann der Scan nochmals das Procedere mit Entzerrung etc. durchlaufen
  • zum schnellen Scannen mehrerer Bilder gibt es eine Batch-Funktion
  • Alle Bilder auf dem Handy können in PDFs verwandelt werden
  • farbige Vorlage ergibt farbige Scans
  • die Scans können in Ordnern sortiert werden
  • mehrere Bilder können wahlweise in 1 PDF oder jeweils einzeln in PDF verwandelt werden
  • direkt aus der Anwendung heraus ist das Versenden der PDFs möglich, per Mail, an Internetstoragedienste, social media Plattformen

Wie funktioniert die App

PDF erstellen

Menue-Einstellungen


Was kostet die App
Zum Ausprobieren und reinschnuppern gibt es eine kostenlose Version, CamScanner Free: Mit Werbung, PDF wird mit erzeugt Wasserzeichen, nur 50 Odner und 10 Dateien in jedem Ordner sind möglich, bei der Batchfunktionen lassen sich nur 3 Dateien abscannen.
Die Bezahlversion
ist werbefrei, unbegrenzt in der Ordner- und Dokumentenzahl und die  PDFs haben kein Wasserzeichen.
Kosten: 4,99 $ im Android Market und im IPhone Store

PS: Habe gerade gesehen, dass die Texte in den Bildern leider doch nicht zu lesen sind, daher die Einzelbilder hier nochmal auf Flickr.

Heute rief die „Zukunft“ an!;-))

Kurz nach Öffnung der Bibliothek rief eine Nutzerin an und wollte wissen, ob ich ihr bei einer Recherche helfen könne; sie käme da einfach ncht weiter. Auf meine Nachfrage, was denn genau sie suchen würde, kam die Antwort: „Ich habe da ein Paper vor mir liegen und habe vergeblich versucht, die Zeitschrift in Heidi (das ist unser Opac) zu finden.
„Wie, was und was soll da bitte zukunftsträchtiges dabei sein? Machen wir doch täglich; das ist ja wohl absolut nichts Neues!!!!“ höre ich Sie – geneigte Leserschaft – jetzt in Gedanken protestieren.
Recht haben Sie! und zuerst war das auch nur eine normale Auskunft á la „Rufen Sie bitte die Homepage der Ub auf, dann finden Sie ganz oben den Link/Button zu unserem Opac etc. …..“
Aber nachdem auch im zweiten Anlauf die Anruferin irgendwie immer etwas anderes auf ihrem Schirm hatte , fragte ich sie „Wie sind Sie denn im Internet unterwegs?“
Und, was meinen Sie, was war die Antwort?
Richtig! Sie war mobil im Internet unterwegs!
Die erste Nutzerin, die mit einem IPhone versuchte, unseren Opac zu nutzen!
„Yeah yeah yeah!“ jubilierte es in mir; endlich tritt genau das ein, was ich immer schon propagiere: die Nutzer wollen unsere Dienste auch mobil nutzen.

Also schnell das Smartphone herausgekramt und schon konnte ich einige mißverständliche Bezeichnungen von Buttons – das werde ich auch gleich an unsere It-Abteilung weiterleiten – erklären und die Nutzerin bis zu dem von ihr gesuchten Paper „führen“.

Was ich jetzt allerdings nicht erfragt hatte, was mich im Nachhinein aber brennend interessiert: hatte sie mit dem IPhone telefoniert (mit Headset) während sie die Recherche durchführte (da ich kein IPhone besitze, weiß ich nicht, ob diese Art von Multitasking möglich ist) oder saß sie vor dem IPhone und hat mit einem alten Telefon angerufen…

Die Onleihe für Smartphones – IPodTouch

Der Bücherbus der Stadtbücherei Heidelberg ist ja schon eine sehr lobenswerte Einrichtung; doch er fährt meinen Stadtteil just immer innerhalb meiner Arbeitszeit an, so daß ich auf diese Art der mobilen Literaturversorgung leider verzichten muss.
Doch auch wenn ich es bedauere, nicht nachmittags schon zuhause sein zu können, auf eine Literaturversorgung direkt vor Ort muss ich inzwischen nicht mehr verzichten, seit die Stadtbücherei bei der „Onleihe“ mit dabei ist und es eine App für die Apple-Geräte IPad, IPhone und IPodTouch gibt.
Über die App, ausgeführt auf einem IPodTouch werde ich hier berichten.

Onleihe? Was ist das denn?
Da ich der Meinung bin, dass man das Rad nicht unbedingt mehrmals erfinden muss, kann man eine Definition der Onleihe direkt bei onleihe.net nachlesen.

Die Onleihe-App
gibt es bisher nur für die Geräte der Firma Apple.
Allerdings ist auch eine Version fürAndroid-Smartphones ab Mitte Juli 2011 bzw. „demnächst“geplant.
Man bekommt die App ganz normal im App Store unter „Onleihe“; der Download geht schnell; die App ist kostenlos!

Ist „meine“ Stadtbücherei dabei?
Wer vor der Installation noch nicht weiß, ob die eigene Bibliothek die Onleihe überhaupt anbietet, der kann entweder hier nachschauen und – falls die   Bibliothek noch nicht dabei sein sollte – auch gleich den Wunsch des Beitritts aussprechen; oder er installiert die App und schaut dann im Menue nach, ob seine Bibliothek dabei ist!

Die AnmeldungAnmeldung
erfolgt mit den gleichen Daten wie für die Desktop-Anwendung Onleihe bzw. mit den Nutzerdaten der Bibliothek, falls sie gleich sind.

Der Startscreen
erscheint nach der Anmeldung und zeigt einem entweder die ausgeliehenen Medien an oder bringt die Meldung, dass momentan nichts ausgeliehen ist. Ausserdem kann man von dort aus auf die drei Funktionen „Aktuell“, „Themen“ und „mehr“ kommen.
Natürlich gibt es auch eine Einschlitz-Suche, die sich über alle Teile der Einträge erstreckt; was bedeutet, dass auch die Kurzbiographie der Autoren etc. durchsucht werden und dementsprechend die Ergebnisse „verwässern“ (Habe es mit der Suche „Heidelberg“ ausprobiert und sämtliche Autoren, die in Heidelberg studierten oder ähnliches, wurden mit den verfügbaren Werken aufgeführt. Schon erstaunlich, wer alles schon hier war;-))

Das Angebot nach  Themen
variiert sehr nach den Paketen, die die Bibliotheken wohl erworben hFoto 16.06.11 09 40 30aben. Folgende Themenkomplexe sind bei der Stadtbücherei Heidelberg im Angebot:

    • Kinderzimmer
    • Jugendbibliothek
    • Schule & Lernen
    • Sachmedien & Ratgeber
  • Belletristik & Unterhaltung
  • Musik

wobei die „Musik“ noch mit der Meldung „keine Treffer“ glänzt. Auch sind noch keine Hörbücher vertreten, obwohl in der Desktop-Onleihe Musik und Hörbücher ausleihbar sind.
Anscheinend sind die Angebote zwischen App und Desktop-Onleihe nicht identisch.

Die Trefferliste
ist buchstabengenau alphabetisch gelistet! Was das genau bedeutet erfährt man, wenn man zum Beispiel folgenden Screenshot betrachtet:

Und auch die Artikel werden in die Suche mit einbezogen!

Aber hier sei gesagt, dass dies nicht in der Verantwortung der Stadtbücherei Heidelberg liegt; die Onleihe ist ein Komplettpaket der Firma Divibib; was bedeutet, dass die Darstellung der Medien, die Sortierung und auch das Angebot allein beim Anbieter liegt und die einzelnen Bibliotheken auf das technische „Umfeld“ keinen Einfluß haben.

Vorschau in das Buch
ist über die Titelaufnahme und eine Leseprobe möglich. In der Vollanzeige wird nicht nur eine Inhaltsangabe geboten, sondern auch Informationen über den Autor (die, wie geschrieben, auch bei der Einschlitzsuche mit berücksichtigt werden) und die Möglichkeit, eine Leseprobe herunterzuladen.

Die Ausleihe
des gewünschten Buches ist einfach und simpel.

Anklicken und runterladen.

Nun gut, ein paar klitzekleine Voraussetzungen sollte man schon erfüllt haben:

  • die Lese-App „Bluereader“ ist installiert
  • eine Adobe-ID ist vorhanden
  • eine WLAN-Verbindung (sonst wird es entweder teuer und der Download dauert)

Buch ausgeliehen, Vormerkung
ist möglich! Nach Eingabe einer Mailadresse – und das muss nicht mal die bei der Bibliothek im Nutzerprofil hinterlegte sein – bekommt man eine Nachricht, wenn das ausgeliehene Buch wieder zurück ist.

Die Ausleihzeiten
sind  – leider – halbiert zu den „normalen“ Print-Ausgaben und eine Möglichkeit zur Verlängerung gibt es auch (noch??) nicht. Auf der anderen Seite kann man ein heruntergeladenes Medium auch nicht früher zurückgeben! Es ist zwar möglich, in der App das Buch zu löschen, es bleibt aber in der Onleihe ausgeliehen! (Nachzuprüfen in der Konto-Anzeige der Desktop-Version)
Ein Manko der App, wie ich finde, denn so bleibt ein auch früher zurückgegebenes Buch für die anderen Nutzer 14 Tage gesperrt, obwohl es technisch schon wieder verfügbar wäre.
Andererseits kann man ein auf sich selbst entliehenes Buch auch für sich selbst vormerken; eine Sache, die mir bisher kein Opac erlaubt hat ;-) )

Offene Fragen
gibt es noch viele, wie zum Beispiel:

  • wie verschwindet das heruntergeladene Buch von meinem IPodTouch? Wird nur das Lesen unmöglich gemacht (durch die DRM) oder greift das Programm direkt auf mein Gerät zu?
  • weshalb ist die Leihfrist um die Hälfte gekürzt?
  • ist die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückgabe geplant?
  • wird es noch eine „erweiterte“ Suchmöglichkeit geben? die buchstabengenaue Titelsortiertung bzw. nur eine Suche über alle Felder ist nicht gerade das Gelbe vom Ei
  • Wie wird die „Anschaffungspolitik“ der Mobil-Pakete aussehen. Musik u. Hörbücher gibt es ja schon in der Desktop-Onleihe; bald auch mobil?
  • Wann gibt es die Onleihe auch für nicht-Apple-Smartphones?
  • Eine Heidelberg spezifische Frage: Ab 1. Juli soll eine „Metropol-Card“ für die Stadtbibliotheken der Region eingeführt werden; gilt der Zugang auch für die daran betieligten Bibliotheken?

Genug gekrächzt, ich muss jetzt meine zwei entliehenen Bücher lesen, sonst sind die plötzlich weg und ich muss doch auf Papiernes zurückgreifen!

Podcast: Lernen mit allen Sinnen – Warum Online-Teaching eine gute Entwicklung ist.

Der SWR2-Aula Podcast
Lernen mit allen Sinnen – Warum Online-Teaching eine gute Entwicklung ist.
aus der Reihe: Wissen 2.0 -
Wie das Internet die Bildung verändert (6). Von Michael Maier. SWR2 Aula vom 20.03.2011.
Das Internet hat bei aller Kritik äußerst positive Aspekte. Ein Beispiel ist die Protestbewegung in Ägypten, die nur durch Netzwerke wie Twitter und Co. so erfolgreich sein konnte. Aber auch in Schulen kann das Internet gewinnbringend genutzt werden, um soziales und selbstbestimmtes Lernen zu fördern.
mp3 hören

Podcast: Smartphones in der Klinik…

was leisten medizinische Apps für’s Handy?

Gerade bei den DMW-Podcasts von Thieme entdeckt!

Hier der Link zum mp3

Eine Besprechung folgt nach …